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Ausstrahlung am 14.05.2008 um 20:15 Uhr auf ZDF(tsch) Hierzulande kennt man Linda de Mol vor allem als Moderatorin mit lustigem Akzent. In ihrer Heimat ist die Blondine allerdings längst auch eine gefragte Schauspielerin. Kurz nach ihrem Auftritt beim ZDF-Event "Traumhochzeit 2008" (11.05.) wiederholt der Sender nun ihr deutsches Debüt als Darstellerin. Regisseur Oliver Dommengets Inszenierung "Mr. Nanny - Ein Mann für Mama" (2006) ist eine Produktion der Endemol Deutschland.
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich um eine romantische Komödie. Ein Genre, das Linda de Mol, dem einstigen blonden Amor der RTL-"Traumhochzeit", also ohnehin gut steht. Die Rolle der Lissy Meister scheint ihr auch privat gar nicht so fremd zu sein. Die mehrfach ausgezeichnete, viel beschäftigte Moderatorin und Schauspielerin, selbst zweifache Mutter, gibt in der Komödie das Paradebeispiel einer modernen, multitaskingfähigen Karrierefrau: kreativer Job, coole Kids, und all das als allein erziehende Mutter - und natürlich macht sie das mit links. Oder doch nicht?
Als das Au-Pair-Mädchen mit der Haushaltskasse türmt, hängt der Segen im sonst so durchorganisierten Hause Meister ordentlich schief. Lissy scheint überfordert: Hier Heim, Herd und Kids - dort das Business. Eine Alternative muss her. Die klingelt in Gestalt des attraktiven Ingenieurs Nick (Florian Fitz) an die Tür. Der hat viel mehr Ahnung von Frauen als von Familie. Zum Job als Nanny kam er sowieso wie die Jungfrau zum Kinde und auch nur dank einer kleinen Notlüge, die er beim Anblick seiner hübschen Arbeitgeberin allerdings am liebsten wieder vergessen würde. Angeblich ist Nick schwul.
Ganz klar: Hier wird - wie so gerne im Film - wieder einmal mit althergebrachten Rollenklischees gespielt. Wen wundert's: Wenn auch im Fernsehen die Wohnung immer ein wenig durchgestylter als in der Realität ist und Unordnung nur oberflächlich und dann auch nur mit einem gewissen Schick existiert, entspricht das Motto von getauschten Rollen doch durchweg der heutigen, modernen Gesellschaft. Wobei ein bisschen Werbung für die Figur des Hausmannes ja nicht schaden kann.