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Roy Peter Link: "Ich glaube an die große Liebe"

4/08/2008 1:00. By teleschau - der Mediendienst GmbH
Foto vergrößern (tsch) "Er sieht aus wie Brad Pitt als Kuscheltier." Dieses interessante Kompliment bekam Roy Peter Link nicht etwa von einer Dame. Serien-Vater Mathieu Carrière ist offenbar ein sehr großer Fan des Schauspielers: "Er ist nicht nur niedlich, sondern auch ein echter Held." So, wie Telenovela-Märchenprinzen eben sein müssen. Keine Frage also, dass der 26-jährige Herzensbrecher nach seinem Kollegen nun auch die Zuschauerinnen in Verzückung versetzen wird. Werktags um 19.00 Uhr lässt Roy in "Anna und die Liebe" (ab 25. August, Sat.1) künftig nicht nur Serien-Heldin Jeanette Biedermann in seine großen Augen blicken.

Roy Peter Link ist ein Mann mit Telenovela-Erfahrung. Die vergangenen anderthalb Jahre drehte er (unter dem Namen Roy Peter Marino) für das Erste "Rote Rosen". Nun hat er sich für einen weiteren Fernseh-Roman verpflichten lassen. Der gebürtige Kölner mag einfach den märchenhaften Grundgedanken des Genres. Denn auch er glaubt an die große Liebe, sogar sehr. "Ich lasse mir den Glauben an diese romantische, übergroße Geborgenheit auch nicht nehmen", sagt er. "Das ist eines der großen existenziellen Themen in meinem Leben." Im privaten Leben ist sein Herz vergeben. "Lieben und geliebt zu werden ist das Wichtigste überhaupt", seufzt er.

Ja, in dem gut gelaunten Sonnyboy steckt ein nachdenklicher Kerl, der sich mit "dem schüchternsten Mädchen der Welt", mit dem er es in der Telenovela in Gestalt von Jeanette Biedermann zu tun bekommt, sofort identifizieren kann. "Als Junge hatte ich riesengroße Augen und Ohren, einen Froschmund, und ich war immer der Kleinste. Man kann das vielleicht mit Hunde-Welpen vergleichen. Die müssen auch erst in ihren Körper reinwachsen. Außerdem hatte ich eine Zahnspange. Das ist kein Geschenk, wenn man in einem kleinen Dorf lebt."

Mittlerweile sitzt alles an seinem richtigen Platz, und das Dorf in Nordrhein-Westfalen hat Roy Peter Link ebenso wie die Schüchternheit hinter sich gelassen. "Heute weiß ich, dass mich keiner beißt, und bin mir meiner Fähigkeiten bewusst." Dass er diese tatsächlich besitzt, war zu dem Zeitpunkt, als er seine Heimat hinter sich ließ, um Schauspieler zu werden, allerdings noch nicht klar. "Zunächst klappte es nicht so recht mit den Jobs", verrät er. "Auf meine ersten kleinen Schritte folgte aber bald die absolute Leidenschaft."

Bevor er vor fünfeinhalb Jahren mit seinen letzten 150 Euro in der Tasche nach Köln fuhr, um seinen Traumberuf zu ergreifen, hatte Roy allerdings - auf Wunsch seiner Mutter - etwas "Anständiges" gelernt: Maler und Lackierer. "Ich fand mich in einer total bürgerlichen Situation wieder: Ich hatte eine Wohnung, einen Job, ein Auto und eine Freundin. Aber dann habe ich von heute auf morgen gekündigt und ging fort. Ich konnte nicht anders."

Offenbar war es die richtige Entscheidung, denn Roy, der als männlicher Hauptdarsteller der neuen Sat.1-Telenovala vor lauter Arbeit kaum noch zum Verschnaufen kommt, denkt vor Glück "weder an Urlaub noch an eine Auszeit. Mein Beruf ist für mich die absolute Erfüllung". Dass es mit der "großartigen Zusammenarbeit" im quotenregierten TV-Geschäft auch schnell wieder vorbei sein könnte, macht dem Neu-Berliner keine Angst. Er glaubt fest an einen Erfolg. "Und wenn es doch nicht klappt, dann ist das halt so. Die Zuschauer entscheiden. Solange man etwas nicht in der Hand hat und nicht noch mehr arbeiten kann, als man es ohnehin schon tut, hat man keinen Grund, sich zu ärgern." Das sei einfach der Lauf der Dinge. "Das Leben geht weiter."