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Jeder kennt die Bilder: Ulrich Tilgner berichtet aus den Krisengebieten des Mittleren und Nahen Ostens, hinter ihm schlagen Geschosse ein. Ein Held des Nachrichtenwesens. Für Tilgner selbst stellt sich die Lage allerdings vor Ort anders dar, als in der Sicht der Zuschauer, "weil das Fernsehen ja die Tendenz hat, alles zu dramatisieren". Seit den 80er-Jahren arbeitet er als Korrespondent in der von Krisen geschüttelten Region. Tilgner berichtet seit vielen Jahren aus Ländern wie dem Irak, Iran und Afghanistan. Für die 3sat-Interviewreihe "Berg und Geist" haben Michael Lang und Beat Kuert den Journalisten an seinem Lieblingsort im Fextal bei Sils-Maria in Graubünden getroffen. Dabei spricht Tilgner, der 2008 nach inhaltlichen Unstimmigkeiten seinen Vertrag mit dem ZDF auslaufen ließ und nun vorrangig fürs Schweizer Fernsehen arbeitet, über seine Erfahrungen im Ausland, über die Ethik des Journalismus und seine Zukunftspläne. So solle am Ende seines Lebens "ein Spielfilm" stehen: "Es geht ja um so viele Geschichten, die ich nicht sagen kann, weil ich sie zum einen nicht 100-prozentig, sondern nur 99-prozentig beweisen kann, und zum anderen es auch politisch mein Ende wäre", sagt Tilgner im Gespräch. 3sat zeigt "Berg und Geist: Ulrich Tilgner" am Dienstag, 10.11., um 22.25 Uhr, in Erstausstrahlung.(c) Teleschau - der Mediendienst GmbH