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Ausstrahlung am 19.05.2008 um 21:00 Uhr auf ARD(tsch) Das Schicksal von Natalie L. konnte das deutsche Fernsehpublikum bereits mehrfach verfolgen. Sabine Brand hatte die damals 29-jährige werdende Mutter mit der Kamera begleitet, denn sie erwartete Drillinge. Zu der Sorge um eines der Babys, das sich nicht so schnell entwickelte wie die anderen, und nach einer Geburt mit lebensgefährlichen Komplikationen kam für Natalie der nächste Schicksalsschlag: Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Wer sich nach der ARTE-Doku-Soap "Drillinge und dann ..." und der für den Grimme-Preis nominierten Dokumentation "Ausgerechnet ich! Die drei Leben der Natalie L." dafür interessiert, wie es der Familie heute geht, erfährt nun im Ersten mehr: Für die zweiteilige Dokumentation "Drillinge und dann." (SWR) schaute Sabine Brand wieder bei Natalie und auch bei Ingrid vorbei - der zweiten Protagonistin aus der Doku-Soap.
Zweieinhalb Jahre lang hat Filmemacherin Sabine Brand zu dem Zeitpunkt bereits regen Anteil an der Entwicklung der beiden Familienleben teilgenommen. Es hatte eigentlich eine Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Frauen werden sollen, die zufällig etwa zur selben Zeit in der gleichen Klinik Drillinge zur Welt bringen würden: die junge Zahntechnikerin Natalie, die sich zu ihrem Glück mit Ehemann Dieter unbedingt ein Kind wünschte, und Steuerfachgehilfin Ingrid, Anfang 30 und bereits Mutter eines kleinen Sohnes, die früher eher karriereorientiert war ("Dass ich mal so viele Kinder haben würde ...") - Sabine Brand hatte sich eine Dokumentation über Babystress und Babyglück hoch drei vorgestellt - ohne ebenso wie die beiden Mütter zu ahnen, was nach der Geburt auf sie zukommen würde, wie sehr sich ihr Leben auch aus anderen Gründen verändern würde.
Die Version von Sabine Brand und Caroline Goldie, die das Erste nun zeigt, beginnt wieder am Anfang, als Natalie und Ingrid, die sich in der Klinik kennengelernt hatten, noch hochschwanger gemeinsam Baby-Kleidung shoppen. Das bereits vorhandene Film-Material wurde dafür umgeschnitten, um die ganze Geschichte noch einmal zu erzählen: Natalies Sorge um ihren Sohn Luca. Die anrührende Szene, in der sie sich die Haare abschneidet vor der Chemotherapie. Und vor allem ihre Entwicklung von der unerfahrenen jungen Frau zur kämpferischen, willensstarken, dreifachen Mutter: "Ab dem Moment, als die Babys da waren, war für mich keine Frage, dass ich groß und stark für sie da sein muss."
Auch bei Ingrid läuft nach der Entbindung von ihren drei Mädchen alles anders als geplant: Dass das Au-pair-Mädchen die Flucht ergreift, ist noch das geringste Problem. Sie leidet zunächst an einer Wochenbett-Depression. Dann gerät ihre Ehe in eine Krise. Nach einigen Monaten kehrt die Depression zurück.
Wie die beiden Frauen ihr Leben mit den nun zweijährigen Kindern und parallel dazu ihre ganz persönlichen Probleme meisterten, ist im zweiten Teil der intimen Dokumentation "Drillinge und dann." am nächsten Montag, 26. Mai, 21.00 Uhr, im Ersten zu sehen. Da Sabine Brand die beiden schon so lange begleitet und sich insbesondere in der intensiven Zeit mit Natalie angefreundet hat, könnte das vielleicht nicht die letzte Fortsetzung gewesen sein ...