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Tigermännchen sucht Tigerweibchen: Wenn Freunde auf die Sprünge helfen

9/05/2008 1:00. By teleschau - der Mediendienst GmbH
Foto vergrößern Ausstrahlung am 16.05.2008 um 23:30 Uhr auf ARD

(tsch) Schon während der Dreharbeiten war Aglaia Szyszkowitz begeistert: "Es ist einfach fantastisch. Wir kommen zum Set und können genau das spielen, was im Buch steht. Sonst muss man oft an Sätzen noch viel 'rumschreiben. Daran habe ich mir schon so manches Mal die Zähne ausgebissen." Der TV-Film "Tigermännchen sucht Tigerweibchen" (2001), das Erstlingswerk der Wiener Autorin Eva Spreitzhofer, wurde beim ORF-Wettbewerb 2000 für das beste Fernsehfilm-Drehbuch prämiert. Als die romantische Komödie, die Michael Kreihsl inszenierte, längst im Kasten war, zeigte sich die Hauptdarstellerin immer noch glücklich: "Ich liebe diesen Film." Er wird nun zu später Stunde im Ersten wiederholt.

"Alles wäre einfacher, wenn du dich endlich mal verlieben würdest", sagt Susu (Felix Eitner) zu seinem besten Freund Rüdiger (Richy Müller). Und irgendwie muss man ihm zustimmen. Zumindest dann, wenn man davon ausgeht, dass mit dem Verliebtsein eine bessere Laune, eine aufgeräumtere Wohnung und ein bisschen mehr Spaß im Leben einhergehen. Rüdiger ist nämlich der Typ Mann, der seit der Trennung von seiner Ex-Frau Sibylle (Catrin Striebeck), die auch die Mutter seines Sohnes ist, den Liebes- und Lebensfreuden abgeschworen hat und am liebsten in Selbstmitleid oder Arbeit versinkt.

Marlene (Aglaia Szyszkowitz) wirkt dagegen fast wie die Lebenslust pur, obgleich auch sie Single und alleinerziehende Mutter ist und von Männern nun wirklich nichts mehr wissen will. Schließlich ließ sie der Vater ihrer Tochter Stella noch vor der Geburt sitzen. - Rüdiger und Marlene würden wahrscheinlich noch in 100 Jahren oder 90 Filmminuten keusch vor sich hinleben, wenn sie nicht gute Freunde hätten, die für ihre Beziehungs-traumatisierten Einzelgänger eine Kontaktanzeige aufgegeben hätten. Es kommt also zum zwangsverordneten ersten Date, und - oh Wunder - es funkt tatsächlich.

Das Drehbuch von Eva Spreitzhofer versteht es, die Geschichte so zu erzählen, dass sie eben nicht vorhersehbar ist. Dank witziger und pointierter Dialoge und liebevoller Details - zu denen auch die Nebendarsteller Johannes Silberschneider und Felix Eitner gerechnet werden können - liefert die TV-Komödie beste Unterhaltung.