Ausstrahlung am 18.05.2008 um 19:30 Uhr auf ZDF(tsch) Dass Archäologie cool ist, weiß jeder, der einen "Indiana Jones"-Film gesehen hat. Doch das war nicht immer so: Es dauerte Jahrzehnte, bis die Wissenschaft des Im-Dreck-Buddelns und Staub-Abpinselns salonfähig wurde. In Anerkennung dieses harten Kampfes setzt die "ZDF Expedition" ihre Reihe "Troja ist überall - Der Siegeszug der Archäologie" mit drei neuen Folgen fort. Zum Auftakt entführt der Sender die Zuschauer nach Peru, wo ein junger Amerikaner die Entdeckung seines Lebens machte.
Hoch oben auf einem Berg, in 2.360 Metern Höhe, unter Gestrüpp und hinter Bäumen, würde wohl niemand eine Stadt vermuten. Nicht einmal Hiram Bingham. Doch an diesem einen Morgen des 24. Juli 1911 liegt sie vor ihm, die rätselhafte Festung Machu Picchu. Dabei war der Amerikaner eigentlich nach Peru aufgebrochen, um eine andere Inkastadt zu entdecken, nämlich Vilcabamba. Dorthin soll sich das mysteriöse Volk zurückgezogen haben, als die Spanier 1532 einfielen, dort wurden legendäre Schätze vermutet. Doch von Machu Picchu hatte der Mittdreißiger noch nie gehört. Die spanischen Chronisten schwiegen sich aus.
Ausgerüstet mit Hut und Kakihemd lässt das ZDF einen Bingham-Darsteller die Reise nach Peru noch einmal antreten. Der Zuschauer wird dabei mit spektakulären Landschaftsaufnahmen verwöhnt. Doch die Filmemacher Marc Brasse und Saskia Weisheit belassen es nicht beim Nachstellen der Entdeckung: Sie befragen den Experten Richard Burger zur Person Hiram Bingham und schauen dem Archäologen Alfredo Valencia Zegarra über die Schulter, der noch immer versucht, das Rätsel der verlassenen Stadt Machu Picchu zu lösen. Das nämlich beschäftigte nicht nur Bingham bis an das Ende seines Lebens, sondern auch die vielen Wissenschaftler, die ihm nachfolgten.
Heinrich Schliemann ging es nicht besser als seinem amerikanischen Kollegen: Auch er konnte das Geheimnis seiner Entdeckung nicht lüften. Im zweiten Teil der Reihe wird "Der falsche Schatz des Priamos" für das ZDF am Sonntag, 25. Mai, noch einmal gehoben. In der Woche darauf (01.06.) soll "Das Wunder am Indus" die Hobbyarchäologen vor den Fernseher locken.