Von der Soap auf die große Bühne? 3.500 Folgen "Verbotene Liebe": Was machen die Stars von früher?

9/10/2009 1:00. By teleschau - der Mediendienst GmbH
Foto vergrößern Seit 15 Jahren ziehen Leidenschaft, Wollust, fiese Intrigen und Romanzen, die eigentlich nicht sein dürften, ein Millionenpublikum in ihren Bann. Die ARD-Glamour-Soap "Verbotene Liebe" feiert ein stattliches Jubiläum: 3.500 Folgen. Um den Ehrentag (Fr., 06.11., 18.00 Uhr, Doppelfolge) gebührend zu feiern, steckten die Autoren das aktuelle Traumpaar der Serie, Gregor (Andreas Jancke) und Luise (Mascha Müller), in prächtige Hochzeitsgewänder und ließen die durchtriebenen Fieslinge Ansgar (Wolfram Grandezka), Tanja (Miriam Lahnstein) und Co. für dramatische Wendungen sorgen. Volker Herres, Programmdirektor der ARD, ist sich jedenfalls sicher: "3.500 Folgen in Serie sind Ausdruck einer wahren Erfolgsgeschichte." Zeit, ein Resümee zu ziehen und zu fragen, was aus den Schauspielern geworden ist, die einst ihre Karriere in "VL" begannen.

Ein Name, der seit mehr als einem Jahrzehnt in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft fest verankert scheint: Valerie Niehaus. Von Beginn der Soap an (1995) zählte die heute 35-Jährige als Julia Sander 523 Folgen lang zum Stammcast und sammelte hier erste professionelle Schauspielfahrungen. Dann machte sie Ernst, und ging an die Schauspielschule Lee Strasberg Theatre Institute nach New York. Die Investition zahlte sich aus. Nach zahlreichen Rollen, vor allem für die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten (unter anderem "Soko Stuttgart", 2009, "LaBréa - Tod an der Bastille", 2008, "Mogadischu", 2007), stand sie zuletzt für die RTL-Comedy-Serie "Doctor's Diary" als Dr. Gina Amsel vor der Kamera. Am Freitag, 30. Oktober, ist sie in der ARD-Schmonzette "Eine Liebe in St. Petersburg" zu sehen.

Einer, der die "Verbotene Liebe" ebenfalls als Karriere-Sprungbrett nutzen konnte, ist Andreas Brucker. Der heute 43-Jährige stand ebenso wie Valerie Niehaus von 1995 bis 1997, 626 Folgen lang, als Jan Brandner vor den Soap-Kameras. Danach sah man ihn ähnlich wie seine "VL"-Weggefährtin vor allem in allerlei ARD- und ZDF-Produktionen ("Lily Schönauer - Verliebt in einen Unbekannten", 2009). Zuletzt spielte der Hamburger in "Inga Lindström - Das Herz meines Vaters" an der Seite von Mariella Ahrens. Anfang des Jahres war er in einer Hauptrolle in der Arzt-Serie "Klinik am Alex" zu sehen. Die Sat.1-Produktion floppte allerdings und wurde nach nur fünf Folgen aus dem Programm genommen.

In Vergessenheit geraten ist mittlerweile wiederum Carsten Spengemann. Als er 2003, nach vier Jahren als Mark Roloff, die Soap verließ, schien ihm die Fernseh- und Show-Welt zu Füßen zu liegen. Zusammen mit Michelle Hunziker moderierte er die ersten beiden Staffeln des RTL-Hits "DSDS". Tatsächlich erreichte das Duo teilweise über zwölf Millionen Zuschauer. Zwar versuchte sich der nunmehr 37-Jährige weiterhin als Schauspieler durchzusetzen, viel mehr als "Hai-Alarm auf Mallorca!" (2004) sprang aber nicht heraus. Ein Schicksalstag mit Symbolwert war für den großgewachsenen Beau der 17. Mai 2003. Als Kandidat von "RTL-Promiboxen" musste er gegen Tanzbär Detlef Soost antreten. "D!" machte kurzen Prozess mit dem Schauspieler, der danach auch beruflich nicht mehr auf die Beine kam. Ein Tiefpunkt seiner Karriere war wohl auch der Aufenthalt im RTL-"Dschungelcamp". Mittlerweile gibt sich Spengemann, der auch noch wegen eines vermeintlichen Ring-Diebstahls in die Schlagzeilen kam, geläutert. Der "Bild" gegenüber sagte er: "Ich war ein Großmaul. Ich war arrogant. Ich war ein Arschloch."

Tanja Wenzel hingegen kam da schon wesentlich besser voran. Sie kann mit "Der Wixxxer" (2004), "Wo ist Fred?" (2006), "Vollidiot" (2008) und weiteren Produktionen eine Reihe von Kinofilmen vorweisen. Als Teil des "Verbotene Liebe"-Ensembles war sie zwischen 1999 und 2004 in 1.170 Episoden als Isabell Brandner zu sehen. Derzeit ist die in Berlin studierende Schönheit in der Oktoberausgabe des "Playboy" hüllenlos zu bewundern. Ihr aktuelles Engagement: die Telenovela "Anna und die Liebe" (Sat.1).

Einen großen Karrieresprung machte Karoline Schuch. Von 2000 bis 2002 gab sie das Soap-Kücken Lara Cornelius. Ihr Einstieg ins gehobenere Fernsehfach kam allerdings schon während ihres Serien-Engagements zustande. 2001 debütierte sie als Melanie Schenk, der Tochter des Ermittlers Freddy Schenk (Dietmar Bär), im Kölner "Tatort". Aber auch die Kinoleinwände hat die derzeitige Psychologie-Studentin bereits 2005 ("7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug") erobern können. Ab 3. Dezember wird die 28-Jährige in Till Schweigers "Zweiohrküken" zu sehen sein.

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