Ausstrahlung am 23.08.2009 um 20:15 Uhr auf RTLTrennung beim Traumpaar? Fünf Filme haben Regisseur Ridley Scott und Hauptdarsteller Russell Crowe gemeinsam fertig gestellt, doch beim Robin-Hood-Projekt "Nottingham" schien es mit der Glückseligkeit vorbei. Crowe, der in einer Doppelrolle als Held und als Schurke vorgesehen war, suchte Gerüchten zufolge schon nach einem neuen Regisseur. Dann wurde Sienna Miller gefeuert - Begründung unklar. Nun hat sich das Chaos gelegt: Der Film soll schlicht "Robin Hood" heißen und 2010 ins Kino kommen. Und auch eine neue Maid Marian konnte mit Cate Blanchett verpflichtet werden. Bei "Ein gutes Jahr" (2006), den RTL jetzt in der Free-TV-Premiere zeigt, ging es nicht so stürmisch zu. Vielleicht, weil Crowe und Scott hier ausnahmsweise das Abenteuer- und Action-Genre mieden und sich ungewohnt romantisch einer Liebesgeschichte widmeten.
Wein, Weib und Gesang - Finanzgenie und Börsenhai Max Skinner (Crowe) lässt nichts anbrennen - weder beruflich noch privat. Mit skrupellosen Methoden und Tricks hat er sich in London erfolgreich an die Spitze gekämpft. Sein Motto lautet: "Gewinnen ist nicht alles, es ist das Einzige!" Da erfährt er, dass ihm sein Onkel Henry (Albert Finney), zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ein französisches Gutshaus samt Weinberg vererbt hat.
Zwischen zwei wichtigen Geschäftsabschlüssen fliegt Max in die Provence, um mal eben das Weingut mit Profit zu verkaufen. Doch in dem südfranzösischen Idyll, in dem Max als Kind (dargestellt von Freddie Highmore) des Öfteren seine Sommerferien verbrachte, ticken die Uhren anders, und die Reise verläuft bei Weitem nicht wie geplant. In London wird er währenddessen suspendiert und eine Untersuchung wegen illegaler Transaktionen gegen ihn eingeleitet. So hat Max plötzlich alle Zeit der Welt, sich mit dem Savoir-vivre anzufreunden - und mit der hinreißenden Kellnerin Fanny (Marion Cotillard).
Die wunderschöne, unberührte Landschaft der Provence, endlose Straßen, das nette Städtchen Gordes und in sattes Sonnenlicht getauchte Weinberge sind die perfekte Kulisse für diese "sehr menschliche Komödie über das Erwachsenwerden", wie Crowe es ausdrückt.
Der Film basiert auf dem Roman "Ein guter Jahrgang" von Peter Mayle, einem langjährigen Freund des Regisseurs. Bei einem gemeinsamen Mittagessen kam den beiden die Idee zu der Geschichte. Mayle übertrug Scott die Filmrechte, und dieser schuf eine leichtfüßige Romantikkomödie, bei der tatsächlich so etwas wie Urlaubsstimmung aufkommt.
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