Ausstrahlung am 24.08.2009 um 20:15 Uhr auf ZDFHart(z) geht es zu in Rolf Silbers Tragikomödie übers Yuppie-Leben in Mainhattan von 2005. Da fliegen schon mal ein aufstiegslüsterner Banker und eine tüchtige Lektorin am selben Tag aus der Firma. Rolf Silber (Buch und Regie) will es so. In "Was für ein schöner Tag" werden Katharina Böhm und Hans-Werner Meyer derart umgetrieben, dass sie stets am Abgrund stehen und erst ganz zuletzt merken: Liebe bedeutet viel, viel mehr als Geld.
"Es ist eine Komödie, die dem Genre nicht gehorcht", sagt Yuppie-Darsteller Hans-Werner Meyer und meint damit, dass hier manche Grenze - immerhin bis zum Selbstmord - überschritten wird. "Doch, wenn es uns gelingt, den Zuschauer mit einem Lächeln dasitzen zu lassen, und er die Erkenntnis bekommt, dass das Leben wunderbar ist, auch wenn man arbeitslos wird, dann haben wir unser Ziel erreicht."
Meyer ("Wir sind das Volk", "Der Baader Meinhof Komplex") spielt im Film Robert Falk, der schon mal über Leichen geht, wenn es der eigenen Karriere zum Vorteil gereicht. So ist er auch beteiligt, als Lara Renders (Katharina Böhm) ihren Job verliert.
Pech bloß, dass kurz darauf auch er selbst auf der Straße steht, hat er doch mit Kollegen Bank-Gelder auf ein eigenes Konto in der Schweiz verschoben. Die Szene, in der die geschassten "Geschäftsfreunde" zum letzten Mal in ihrem Glaspalast über der Skyline von Mainhattan sitzen, ist in ihrem Sarkasmus eine der schönsten des Films. Der aber handelt von Denunziantentum, Selbstmord und - seltsam genug für eine Komödie - von Arbeitslosigkeit.
Lara sucht sich, auch um für ihren zwölfjährigen Sohn zu sorgen, einen neuen Job und findet ihn als Kassiererin. Woraufhin eine muntere Screwball-Komödie entsteht, denn nichts ist so kommunikativ wie ein Supermarkt. Yuppie Robert wird beim Einkauf von Lara ordentlich gequält.
Fast eine Hollywood-Komödie, mit allerdings waghalsig düsteren Stellen. Der Banker-Coup mitsamt Charlys (Stephan Kampwirth) Freiflug vom Hochhaus in die Tiefe sind schon starke Stücke. Doch die Dialoge treffen ins Ziel, zwischen Böhm und Meyer funkt es mächtig, der Druck auf die Tränendrüse aber wird weitgehend vermieden. Die Grenzen einer üblichen Romanze wurden hier einmal auf erfreuliche Weise gesprengt.
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