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Ausstrahlung am 25.05.2008 um 15:30 Uhr auf ZDF(tsch) Der altmodische Charme der französischen Kinoproduktion "Die Kinder des Monsieur Mathieu" begeisterte 2004 allein in Frankreich knapp sieben Millionen Zuschauer. Auch hierzulande löste der Film Begeisterung aus: Ein engagierter Lehrer gewinnt über die Musik und die Gründung eines Chors die Herzen seiner problembeladenen Schüler. Produzent Arthur Cohn erhielt eine Oscar-Nominierung für das leise Meisterwerk, das unerwarteterweise zum Blockbuster mutierte. Im ZDF wird das gelungene "Feel-Good-Movie" (Cohn) nun im Nachmittagsprogramm wiederholt.
Ende der 40er-Jahre sorgt in Frankreich der autoritäre Internats-Vorsteher Rachin (François Berléand, mit Bäuchlein und Glatze) in einer Jungen-Besserungsanstalt für Zucht und Ordnung. Mit Hilfe von Prügeln und Arresten versucht der komplexbehaftete, unfähige Pädagoge, den Willen seiner schwer erziehbaren "Insassen" zu brechen.
Als der arbeitslose Musiker Clément Mathieu (Gérard Jugnot), der als neuer Erzieher ins Internat kommt, um Zuneigung und Nähe kämpft, stößt er damit nicht auf die Gegenliebe des rabiaten Rachin, findet allerdings Gehör bei den Jungen. Er will das Vertrauen seiner Schützlinge gewinnen und etabliert gegen die Vorbehalte des Direktors einen Chor. Das Singen verleiht den Kindern neue Lebenslust, gibt das gute Gefühl, gemeinsam etwas zu leisten, und baut überschüssige Energien ab. Doch Neid und falsche Verdächtigungen stellen das Projekt des Monsieur Mathieu auf eine harte Probe.
Streiche spielen, sich raufen und große Momente zusammen erleben, an die man sich immer erinnern wird - Regisseur Christophe Barratier erzählt hier berührend nostalgisch und trotz aller Probleme verklärend von einer einmaligen Zeit im Leben: der Kindheit. Es wird eine schöne idealisierte Welt präsentiert, in der gute Menschen daran arbeiten, noch besser zu werden.
Das Meisterwerk, das an den französischen Film "Der Nachtigallenkäfig" von 1949 angelehnt ist, fasziniert vor allem auch durch seinen oktavenstarken Soundtrack, der sich inzwischen millionenfach verkaufte. "Ich sage nicht, Musik verfeinert die Sitten. Wenn man Kriminellen acht Stunden am Tag Mozart vorspielt, ändert das nichts. Ich sage nur, im Leben ist nichts verloren", so kommentiert Regisseur Christophe Barratier die Botschaft dieses Films.