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Ausstrahlung am 24.05.2008 um 20:15 Uhr auf ZDF(tsch) Mords-Spektakel zum Jubiläum: Im 40. Fall gerät das "starke Team" erst mitten in einen brutalen Mafia-Anschlag hinein, dann verschlägt es Verena (Maja Maranow) und Otto (Florian Martens) nach Prag, wo Oligarchen, organisiertes Verbrechen und korrupte Polizisten auf sie warten, und schließlich landet Verena auch noch als Geisel im Keller einer Glamour-Diskothek, in der es vor ukrainischen Edelnutten und fiesen tschechischen und russischen Schlägern nur so wimmelt. Den aufwendigen Spaß haben sich die beliebten ZDF-Cops (im Schnitt 5,75 Millionen Zuschauer) fraglos verdient. Und auch wenn das Ganze manchmal so bemüht auf Eastern-Mafia-Action getrimmt ist, dass man meinen möchte, ein Steven Seagal taucht samt schwarzem Ledermantel und Pferdeschwanz hinter der nächsten maroden Fabrikfassade auf, um sämtlichen Brutalo-Russen mit ein paar asiatischen Kampfgriffen mal eben den Garaus zu machen: "Mit aller Macht" ist ein packender Ausflug nach Osteuropa, der glücklicherweise nicht ausschließlich auf Klischees baut.
Die Jubiläumsfolge beginnt feucht-fröhlich: In Sputniks (Jaecki Schwarz) neuem böhmischen Restaurant feiern Verena, Otto, Ben (Kai Lentrodt) und Yüksel (Tayfun Bademsoy) den Geburtstag von Team-Chef Reddemann (Arnfried Lerche), als plötzlich drei Maskierte auf feiernde russische Geschäftsleute zu schießen beginnen. Ein Blutbad mit mehreren Toten, bei dem Reddemann schwer verletzt wird.
Otto identifiziert einen der Täter: Es ist der deutsche Auktionshaus-Besitzer Bodo Markwart (Michael Lott), der bald darauf in Prag verhaftet werden kann. Offenkundig geht es um ein Millionen-Geschäft, den Handel mit geraubten Bildern und Kunstgegenständen. Verena und Otto machen sich auf in die Goldene Stadt, die sie zunächst mit ihrem ganzen touristischen Charme in Empfang nimmt.
Doch aus dem vermeintlichen Betriebsausflug mit Tatverdächtigen-Überführung wird sehr schnell der reinste Horrortrip. Markwart gelingt am Prager Bahnhof die spektakuläre Flucht aus dem Zug, der ihn nach Berlin bringen soll, Verena wird beim Versuch, ihn zu stellen, gekidnapped. Spätestens jetzt ist der von Thorsten Näter geschriebene und inszenierte Film so richtig in Fahrt gekommen. Otto ist in der Fremde auf sich allein gestellt. Ermitteln darf er zwar nicht, doch obwohl er eigentlich zum Zuschauen verdammt ist, arbeitet er fieberhaft daran, vor allem zwei Fragen zu klären: Woher wussten Markwart und seine Helfershelfer so gut über die Details der Gefangenenüberstellung Bescheid? Und vor allem: Wo ist Verena? - Doch um die taffe Kollegin muss er sich in Gegenwart der Korruption noch die wenigsten Sorgen machen ...
Am Ende des recht rasanten Spektakels werden Otto und Verena zwar nicht die komplette Mafia zur Strecke gebracht haben, aber ihr Fall wird gelöst und der Polizeispitzel enttarnt sein. Nebenbei wird auch noch eine hübsche Prostituierte (Nikoleta Juhaszova) aus den Klauen des organisierten Verbrechens befreit und Reddemann ist auch wieder wohlauf. - Eine Bilanz, die ein Steven Seagal kaum besser hingekriegt hätte.