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Miriam Pede: "Ich war nie ein typisches Mädchen"

19/06/2009 1:00. By teleschau - der Mediendienst GmbH
Foto vergrößern Sie ist laut Meinung der "Bild"-Zeitungsleser die "schönste Wetterfee" Deutschlands und eine der hundert "erotischsten Frauen". Ab 26. Juni lässt Miriam Pede als Moderatorin von "MM - Das Männermagazin" (freitags, 14.30 Uhr, N24) Männerherzen höher schlagen. Was ein Mann haben muss, um bei ihr anzukommen, wie man sich als eine der schönsten Frauen fühlt und wo sich die 33-Jährige am liebsten aufhält, verrät sie im Interview.

teleschau: "Das Männermagazin" verspricht Beiträge, "die Männerherzen höher schlagen lassen". Was mögen Männer denn so?

Miriam Pede: Es sind Sachen, mit denen Männer gerne spielen: Technik, Autos, Frauen.

teleschau: Wie ist denn der Mann von heute?

Pede: Es ist für Männer heute viel wichtiger als früher, gut auszusehen. Aber ich glaube, ein Mann steht nach wie vor auf Autos, hat gerne die neuesten technischen Spielereien und mag Fußball, Tattoos und Dessous.

teleschau: Was den männlichen Spieltrieb angeht, mag das stimmen ...

Pede: (lacht) Bei der Körperpflege nicht? Es ist für einen Mann immer noch unangenehm, zur Kosmetikerin zu gehen und sich die Augenbrauen zupfen zu lassen. Allein die körperlichen Schmerzen! (lacht) Damit haben immer noch viele Männer Probleme.

teleschau: Frauen stehen in Ihrem Magazin auch auf der Agenda ...

Pede: Zu recht. Eine schöne Frau schaut sich doch jeder gerne an. Frauen haben einfach einen schönen Körper.

teleschau: Und abgesehen vom Äußeren?

Pede: Frauen sind selbstständiger. Es ist für Männer noch schwieriger geworden, eine Frau für sich zu begeistern. Ein Mann muss da schon charmant und selbstbewusst um die Ecke kommen - er muss einfach Ausstrahlung, etwas Besonderes haben.

teleschau: Sie zählen ja selbst zu den erfolgreichen, selbstbewussten Frauen ...

Pede: Stimmt. Ich fahre zwar total gerne schnelle Autos, ich liebe Formel Eins, mache Kampfsport, tanze HipHop und mag meinen Körper. Aber ich möchte nach wie vor als Frau behandelt werden. Ich lege etwa Wert darauf, dass ein Mann im Fahrstuhl wartet und mich zuerst raus lässt, dass er mir die Tür aufhält und aufsteht, wenn ich zum Tisch komme. Bei einem Mann muss ich mich als Frau fühlen, obwohl ich selber gerne ein bisschen rabaukenhaft bin.

teleschau: Welche Charaktereigenschaften schätzen Sie denn an einem Mann besonders?

Pede: Das sind Eigenschaften, die mir bei Männern wie bei Frauen gleich wichtig sind: Ich mag Intelligenz, ich mag feinsinnigen, etwas britischen Humor. Was sind denn typisch männliche Eigenschaften?

teleschau: Ein gewisser Beschützerinstinkt vielleicht?

Pede: Natürlich sollte er für mich durchs Feuer gehen (lacht). Ich brauche einen Mann, der mich reizt, mich fordert und mit dem ich mir alles Mögliche vorstellen kann!

teleschau: Kampfsport, Formel Eins - hört sich alles nach möglichen Themen für "Das Männermagazin" an. Sie interessieren sich also auch für die Themen, die Sie präsentieren?

Pede: Na klar. Ich war nie ein typisches Mädchen, habe lieber mit Autos statt mit Puppen gespielt. Aber ich kenne viele Frauen, denen es wichtig war, am höchsten auf den Baum zu klettern und am schnellsten zu rennen. Und ich stehe einfach auf Autos genauso wie auf High Heels.

teleschau: Welchen Luxus gönnen Sie sich denn?

Pede: Ich komme aus Schleswig-Holstein und vermisse hier in Berlin das Meer. Das ist mein Luxus, den ich mir gönne: Ein Wochenende am Meer, in einem Hotel mit Spa-Bereich. Ich lass mich gerne mal verwöhnen.

teleschau: Von den "Bild"-Lesern wurden Sie zur schönsten Wetterfee und unter die hundert erotischsten Frauen Deutschlands gewählt. Wie finden Sie das?

Pede: Natürlich hat mich das sehr gefreut!

teleschau: Haben Sie manchmal das Gefühl, hauptsächlich nach dem Äußeren beurteilt zu werden?

Pede: Ich glaube nicht, dass es nur das Äußerliche ist, sondern die Gesamtkomposition. Letztlich kommt es immer auf die Ausstrahlung an.

teleschau: Achten Sie sehr auf Ihr Äußeres? Gehen Sie auch mal ungeschminkt mit ihrem Golden Retriever raus?

Pede: Mein Beruf bringt es einfach mit sich, dass ich auf mein Äußeres achte. Dass die Haare sitzen, dass man gepflegt und hübsch ist. Aber ich lasse meinen Hund morgens nicht warten und sage: "Ich bin noch nicht fertig, ich brauch noch 'ne Stunde." Ich geh auch ungeschminkt raus, wobei ich aber versuche, wenigstens noch Wimperntusche aufzutragen.

teleschau: Sie leben in Berlin. Was gefällt Ihnen an der Hauptstadt besonders gut?

Pede: Das Angebot der Möglichkeiten, wenn man auch gar nicht alles wahrnimmt. Das ist ein Stück Freiheit für mich. Berlin als Gesamtes betrachtet ist riesengroß. Ich bin in in kleinen Teilen von Berlin unterwegs. Ich wohne am Prenzlauer Berg, arbeite in Mitte, habe Freunde in anderen Stadtteilen. Man baut sich sein eigenes kleines Berlin zusammen. Um glücklich in Berlin zu sein, brauche ich ein kleines Berlin. Der Bäcker kennt einen, der Mann in der Videothek hilft mir, wenn mal was kaputt ist, der Hundeladen ist gleich um die Ecke.

teleschau: Was sollte man bei einem Berlin-Besuch unbedingt gesehen haben?

Pede: Die "üblichen Verdächtigen" wie den Potsdamer Platz, den Reichstag und das Brandenburger Tor sollte man sich auf jeden Fall anschauen, da kommt man nicht drumherum. Ich würde mir auch die Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg anschauen, weil es so ein schönes Backsteingebäude mit einem besonderen Kino und mehreren Clubs ist. Ich persönlich bin gerne da. Aber es gibt so viele kleine Sachen hier, da ist es schwierig, das zusammenzufassen.

teleschau: Könnten Sie sich auch vorstellen, woanders zu leben?

Pede: Klar. Ich bin neugierig und würde gern alles in Deutschland kennenlernen. Hamburg, Köln, München - mal das Meer, mal die Berge. So eine Art Städte - Hopping .

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