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(tsch) Geplant war eine Rückkehr zur Nachrichtenkompetenz, die Sat.1 durch die Trennung von Anchorman Thomas Kausch im vergangenen Sommer verspielt hatte. Peter Limbourg, Chefredakteur des Nachrichtensenders N24, sollte es richten und wurde zum Nachrichtenchef bei Sat.1 berufen. Seit Montag, 17. März, wurde das werktägliche Vorprogramm umgestaltet, um parallel zur "Tagesschau" der ARD um 20.00 Uhr die "Sat.1 Nachrichten" ausstrahlen zu können. Doch den erhofften Effekt konnte der Berliner Sender mit der Programmreform nicht erzielen. Trotz des Neugierde-Bonus hatten die "Sat.1 Nachrichten" keine Chance gegen die öffentlich-rechtliche Konkurrenz. Zur Premiere schalteten 2,36 Millionen Zuschauer ein. Damit wurde eine Reichweite von 7,8 Prozent beim Gesamtpublikum erzielt - ein Wert, der unter dem der Vorwoche lag (11,5), als die Nachrichten noch "Sat.1. News" hießen und um 18.30 Uhr gesendet wurden. Auch bei den darauf folgenden Ausgaben sah es nicht besser aus. Jeden Tag verlor der Sender um 20.00 Uhr Zuschauer. Am Dienstag schalteten noch 2,01 Millionen Menschen ein, am Mittwoch waren es noch 1,8 Millionen. Einziger Trost: Abgewandert sind vor allem die Älteren. Bei den 14- bis 49-Jährigen blieben die Werte stabil. Am Montag konnten 8, am Dienstagabend 7,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe eingefahren werden. Allerdings bleiben die "Sat.1 Nachrichten" damit deutlich unter dem Senderschnitt.