Günter Wewel: "Harmonie, Treue und Verlässlichkeit"

23/10/2009 1:00. By teleschau - der Mediendienst GmbH
Foto vergrößern Seit 1989 gibt's "Kein schöner Land" - die "etwas andere" Volksmusiksendung mit Günter Wewel. Ganz ohne Klatschmarsch und gefakten Heimatjodler. 150-mal im Ersten, nun immer noch samstags im SR, lief und läuft die Sendung mit dem singenden Moderator, der am 29. November sein 75. Lebensjahr vollendet. Mit der Mischung aus attraktiven Landschafts- und Städtebildern und seinen sonoren, stets etwas wehmütigen Kommentaren fand und findet der Basssänger bis heute eine vielköpfige Fangemeinde. Ehrensache, dass ihn die ARD mit einer eigenen Sendung würdigt: "Glückwunsch Günter Wewel" heißt es am Sonntag, 22.11., 15.30 Uhr, im Ersten.

"Vor prachtvollen Naturkulissen und regionalen Baudenkmälern präsentiert Moderator Günter Wewel nicht nur herrliche Musik, sondern er weiß auch Wissenswertes über Geschichte, Kultur, Brauchtum und typische Handwerksberufe der Region zu berichten", so macht sein Haussender, der Saarländische Rundfunk, seine Sendung schmackhaft.

Wer's nicht wusste: Bis hinunter zum vierten Ton unter dem tiefen "C" reicht Wewels Stimme hinab. Nach der Ausbildung an der Dortmunder Musikhochschule blieb der Opernsänger der Dortmunder Bühne treu. Über 80 Opernpartien erarbeitete er sich. Begeisterte Volkssänger verliehen ihm die Lönsmedaille, Politiker titulierten ihn als "internationalen Botschafter der Musik". Fast schon selbstverständlich, dass er auch das Bundesverdienstkreuz bekam.

Noch immer beantwortet er sorgfältig seine umfangreiche Zuschauerpost. "Wenn man diesen Beruf wählt, dann will man doch auch Resonanz", so bekannte Wewel, um gleich hinzuzufügen: "Ich bekomme nach jeder Sendung nur positive Zuschauerpost, nie negative Kritik." Sein Ziel war es stets, "die Herzen der Zuschauer anzusprechen und ganz positive Stimmung zu verbreiten".

Trotz des Erfolges blieb der in Arnsberg (Saarland) geborene Kammersänger stets bodenständig und heimattreu. Kein Wunder, dass er zur Geburtstagssendung das Fernsehen mit Frau Gisela in seinem Wohn- und Elternhaus in Arnsberg empfängt. Mit 17 lernte er Gisela, die damals 14 war, kennen. "Harmonie, Treue, Verlässlichkeit und Achtung voreinander ist das Grundrezept für eine lange und glückliche Ehe", so verrät Wewel, der nicht nur den 75. Geburtstag, sondern nun auch Goldene Hochzeit feiert.

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