Foto vergrößern
Nachdem mehrere andere prominente Leichen der Weltgeschichte als Aufhänger für eine Handlung bei Bones verworfen wurden, hat man jetzt einen John-F.Kennedy-Verschwörungsspezialisten angeheuert, um eine Episode für den Januar zu schreiben. Aber man wird wohl auf die Verwendung von JFKs Namen verzichten.
'Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen ist unbeabsichtigt und wäre rein zufällig' - eine Phrase, die sich so im Abspann fast jeder fiktiven Fernseheserie findet. Immer mehr eine hohle Phrase, wie vor allem das 'Law & Order'-Fanchise mit seinen direkt aus den Schlagzeilen stammenden Fällen zeigt.
Schon früher hat auch 'Bones' diese Behauptung auf tönerne Füße gestellt: Offiziell heißt der Arbeitgeber von Temperance Brennan (Emily Deschanel) und ihrem Team [quotemeJeffersonian Institute] - ein nur vage verholener Diebstahl beim berühmten Smithsonian Institute. So vage, dass die Tatsache, dass die Serie sich bei seinen Darstellungen des Jeffersonian nicht die Zustimmung des Smithsonian einholen muss, von vielen Zuschauern (und auch Serienjunkies-Kommentatoren) gerne übersehen wird.
Bei einer Serie, die die Überreste von Menschen ausgräbt, war es sicher nur eine Frage der Zeit, bis man sich an eine echte Berühmtheit machen würde. Laut Branchenberichten sollen es so schon Handlungen um den Abraham Lincoln Mörder John Wilkes Booth (in der Serie ein Vorfahre des von David Boreanaz dargestellten Agent Seeley Booth) und um Adolf Hitler in den Writersroom von 'Bones' geschafft haben, letztendlich aber durchgefallen sein.
Jetzt hat man jedoch den ausgewiesenen Experten in Sachen John-F.-Kennedy-Ermordung Bob Harris als Autor einer Episode gewonnen, die im Januar ausgestrahlt werden soll. Kennedy wurde am 22. November 1963 bei einer Parade in Dallas erschossen. Über die genauen Hintergründe streiten sich die Theoretiker. Insbesondere die Frage, ob der mutmaßliche Kennedy-Attentäter Lee Harvey Oswald der alleinige Täter (oder überhaupt der Täter) war, steht unter Diskussion.
Die Episode von 'Bones' wird sich um einen dem Präsidentenmord ähnlichen Fall handeln. Die amerikanische Regierung wird über das FBI an Brennan herantreten, um eine Leiche mit ähnlichem Hintergrund zu untersuchen. Doch dann verschwinden die Überreste ...
Man wird bei 'Bones' aber auf die Nennung des Namens Kennedy verzichten, jedoch den Fall doch möglichst nahe an das Original anlehnen - 'Wir werden sehen, mit wie viel (Ähnlichkeit) wir davon kommen', so Executive Producer Stephen Nathan. 'Einstweilen wir auf die Nennung seines Namens verzichten, also ist es nur Kennedy-ähnlich'. John F. Kennedys Tochter Caroline ist in den Vereinigten Staaten dafür bekannt, dass sie allzu respektlosen Umgang mit dem Fall ihres Vaters rechtliche Steine in den Weg legt.