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(tsch) Lächerliche 27.379 Besucher kamen im Sommer 2001 in die deutschen Kinos, um sich von der wirklich wunderbaren Komödie "Alles über Adam" unterhalten zu lassen. Viel zu wenig, um den frechen Film länger im Gespräch zu halten. So ist die prominent besetzte britische Produktion längst in Vergessenheit geraten. Ganz und gar zu Unrecht! Zum Glück wiederholt Tele 5 diese Programm-Perle nun, in der es wieder einmal um die Liebe geht, die gesucht und schließlich gefunden wird. Und doch ist hier so manches anders ... .An Verehrern mangelt es Lucy (Kate Hudson) nicht. Gerade wieder getrennt, verliebt sie sich in den gut aussehenden Adam (Stuart Townsend, "Die Königin der Verdammten"). Diesmal ist sie sich sicher: Er ist der Richtige, und schon bald sollen die Hochzeitsglocken läuten. Doch auch Lucys Schwestern Laura (Frances O'Connor) und Alice (Charlotte Bradley) sind gegenüber dem charmanten Jüngling nicht abgeneigt, und innerhalb kürzester Zeit hat er alle drei im Bett. Sogar Lucys Bruder David (Alan Maher) und dessen Freundin hilft Adam, ihr Sexualleben in Schwung zu bringen.
"Alles über Adam" beginnt zwar wie eine typische Hollywood-Liebesschnulze, doch schon bald gibt es die ersten Überraschungen. In der Szene, in der Lucy ihrem Adam einen Heiratsantrag macht, reißt der Erzählfaden ab. Alles beginnt noch einmal an der Stelle, an der Laura zum ersten Mal auf Adam trifft. Die Geschichte wird nun aus ihrer Perspektive erzählt. Adam verwandelt den schüchternen, extrem nervösen jungfräulichen Bücherwurm geradezu in eine Sexgöttin. Ähnlich geht es weiter.
Der Reihe nach erzählt Regisseur Gerard Stembridge den Film aus verschiedenen Perspektiven, und langsam setzt sich ein Puzzleteil an das nächste. Adam beglückt beinahe die ganze Familie mit seinen erotischen Künsten und erzählt jedem das, was er hören will: So erklärt er etwa David, er habe den schmucken Jaguar, weil man damit gut Frauen aufreißen könne, Alice dagegen, dass darin seine gesamte Familie ums Leben kam und das Auto die letzte Erinnerung an sie sei.
Zunächst wartet der Zuschauer noch darauf, dass das Spiel auffliegt und Adam die Rechnung bekommt, doch Regisseur Gerard Stembridge gelingt es, vor den verwirrten Augen des Publikums, den polygamen Fiesling zu einem wahren Sympathieträger zu machen. Adams Handlungen sind in diesem Film nicht verwerflich. Beinahe hat man das Gefühl, er tue etwas Gutes.
Angenehm ist auch, dass die weiblichen Protagonistinnen nicht nur naiv-dumme Betthäschen sind. Jede hat ihren ganz eigenen Charakter und weiß, zumindest in etwa, was gespielt wird. Während des ganzen Films sind es doch die Frauen, die die treibende Kraft bleiben und so einiges über die Männerwelt offenbaren.
Ausstrahlung am 09.07.2008 um 20:15 Uhr auf Tele 5