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Die nächste Castingshow hat zugegebenermaßen nicht lange auf sich warten lassen. Kaum hat Deutschland sein nächstes Topmodel gekürt und seinen Superstar gesucht und gefunden wird nun für Nachschub in Hollywood gesucht.
Es ist einfach ärgerlich. Es wird ein Hollywoodstar gesucht und wieder sind nur Mädels dabei. Warum wird schnell klar. Man soll sich vor der Kamera küssen, einen Strip hinlegen, oder einen Orgasmus vortäuschen... Zwölf mehr oder weniger junge Frauen treten an, um ein Ticket nach Hollywood zu ergattern, die richtigen Kontakte zu knüpfen und schließlich Germany's Next Angelina zu werden. Denn nur eine kann den Vertrag mit C&A, ach nee, das war Topmodel..
Von wegen Hollywood
Es geht plötzlich los, die Teilnehmerinnen scheinen bereits festzustehen. Castings für die Show wurden keine gebraucht, man steht bereits am Flughafen, abflugbereit und nicht mehr als 150ml Flüssigkeit im Handgepäck. Da kommt die, und ja man darf lachen, Til-Mail. In der Videobotschaft redet er irgendwas über Hollywood und Schauspieler, dann kommt er plötzlich aus dem Terminal und verkündet, dass nun doch noch nicht aufgebrochen werden kann. PRO 7 dachte wohl, ein Tag Berlin ist billiger als ein Tag L.A. und hat deswegen die erste Runde in der Hauptstadt stattfinden lassen, nach der die Anzahl der Fluggäste verringert werden soll. Ist wohl billiger, man kann dem Zuschauer ja auch gern Mission Berlin unterjubeln.
Aber was soll's, dann geht es halt wieder in die Stadt und zu einer Art Casting, bei dem die Superstarinnen, wie man es von einer Schauspielerin ja immerhin erwarten kann, erst mal zwei Minuten um einen Kerl herumtanzen sollen (es ist der berühmt-berüchtigte Mars aus einer der Vorabendserien auf RTL) um ihn anschließend leidenschaftlich zu küssen. Seine Karriere stagniert wohl gerade.
Jung und knackig?
Aber kommen wir nun zu den Teilnehmerinnen, von denen wie immer manchen mehr, manchen weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zufällig ist eine bisexuelle Rothaarige, sowie auch eine mit der Flatrate zu Jesus dabei, ein Girl im Religionslehrerinnen-Outfit, eine Mama, ein paar Blondchen,... was man sich halt so verspricht. Nur langweiliger, weil alle schon über 20 sind und nicht halb so neurotisch wie die „Topmodels". Eine hat jedoch dramatisches Potential, sie sieht so aus als würde sie noch an den Weihnachtsmann glauben und hat zudem ein Gesicht wie eine schlechtere Katherine Heigl. Sie heißt Margarita und weint ganz gern mal aus Solidarität mit.
Drama, Baby, Drama
Das rothaarige Luder, dem die erste „Homestory" gewidmet ist, heißt Juliane und hat eine ganz tragische Geschichte mit Deutschland zu teilen. Sie wurde in der Schule gemobbt und ist deswegen auf die Bühne gegangen. Der genaue Zusammenhang bleibt unklar. Außerdem wird sie durch die Energie ihrer toten Mutter unterstützt, es kann ja kein Zufall sein, dass sie an deren Todestag die Benachrichtigung bekam bei Tils Show, den sie übrigens unverhohlen heiß findet, mitzumachen. Sie hat irgendwas mit Mittelalter-Bands zu tun. Jedenfalls merkt man schnell, dass sie, solange die Leidenschaft dabei ist, keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern macht. Ein zufriedenes Grinsen huscht über Til Schweigers Gesicht, der natürlich auch da ist, so was wie Regie führt und zuerst ganz froh darüber scheint, dass die Mädels ihn am Flughafen nicht ausgebuht haben.
Gutes Karma
Dann haben wir da noch die Yesim. Sie war oder ist noch Model und kann mal so gar nicht schauspielern. Dafür sieht sie aus wie Katja Saalfranks kleine Schwester und lässt sich von ihrem Freund ordentlich an die kurze Leine legen. Und sie betet auch mal ganz gern, zusammen mit Friederike, die damals vor 30 Jahren vom Dorf nach München zog, um Schauspielerin zu werden. Sie gewinnt auch die erste Challenge, einen Auftritt in irgendeiner Arztserie oder so. Da hat sich die Flatrate zu Jesus schon bezahlt gemacht.
Erwähnenswert ist auch noch Annika. Sie unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass sie wohl ein Kind hat. Deswegen konnte sie beim ersten Teil nicht dabei sein und stößt erst später auf die Gruppe. Die Gesichter ihrer Mitstreiterinnen lassen endlich Topmodel-Feeling aufkommen - so wie damals, als Austria's Next Topmodel dazukam.
Die üblichen Verdächtigen
Es gibt natürlich auch einen „Bruce" der Show, Bernard Hiller. Denn ohne amerikanischen Akzent kann man den Massen ja heute nichts mehr verkaufen, was mit Ruhm und Stars zu tun hat. Bruce alias Bernard verbessert nämlich gerne seine, übrigens korrekten, deutschen Sätze gleich wieder und spricht auf amerikanisch weiter.

Talente?
Das Highlight der Sendung sind dann die Einspieler von den Szenen, die unsere ambitionierten Mädels nachstellen müssen. Zum einen Meg Ryan, wie sie in „Harry und Sally" einen Orgasmus in einem Restaurant vortäuscht, dann Kim Basinger, die sich in „9 ½ Wochen" lasziv räkelt und schließlich die Szene aus „Eiskalte Engel", in der die beiden Mädels sich im Central Park küssen. Mehr schlecht als recht schlagen sich die Teilnehmerinnen, am Schluss fliegen zwei raus, die man ohnehin nicht groß beachtet hat. Witzig ist allemal die Margarita, die sich in der Central-Park-Knutschszene an einer Traube verschluckt und Julianes nur schwer unterdrückte Freude, sie abknutschen zu können. Schließlich kommen ja beide in die nächste Runde.
Sogar Yasim, die als Kim Basinger nicht wirklich überzeugen konnte, darf, weil sie Model ist, dabei bleiben. Ein Spaß war ihr verstörter Gesichtsausdruck, als man ihr die künstlichen Nippel hinhielt, als sie ihren BH nicht ausziehen wollte. Hat wohl noch nie „Sex and the City" gesehen.
Randerscheinungen
Til Schweiger ist auch noch da und hat sich neben „Bruce" noch Heiner Lauterbach in die Jury bestellt. Dieser wirkt fast fehl am Platz mit seiner Aussage, dass ihn Küsse unter Frauen noch weniger interessieren als Striptease. Til macht den Mädels dann eher Komplimente zu ihrem Aussehen oder stellt fest, dass sie gut und gerne 15 Kilogramm zugenommen haben. Dabei meint er es aber nicht böse, er lobt auch lieber als zu kritisieren.
War Euch auch zu viel "Sex" in der Show und zu wenig echtes Können?
Ich freue mich auf Eure Meinung!
Eure Siso
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Fotos: © RTL/Stefan Erhard und Jürgen Reisch
Alles zu "Mission Hollywood" findet sich auf RTL
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Benutzer Kommentare
jo man!!!!
Posted by: nilsilirichterli on Mi 18:07 01.Jul. | Missbrauch meldenKompletter Mist!! Kann man schauspielerisches Talent nur in erotischen Szenen zeigen oder was? Mir war Til Schweiger immer sympathisch - aber jetzt weiß ich nicht mehr so genau - wenn er sich für sowas hergibt!
Posted by: kewet1 on Fr 15:50 03.Jul. | Missbrauch meldenich habe nur ganz kurz angechaut, dann gleich habe mein Interesse verloren, gleich umgeschaltet.
Posted by: lazaronelia on So 16:20 05.Jul. | Missbrauch melden