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Der Kampfgeist war geweckt beim Action-Training für die Kandidatinnen. Die Mädchen zeigten, welche Energie in ihnen steckt. Auf einer gespielten Diebestour kam es dann auf Geschmeidigkeit und Genauigkeit an. Beim Live-Walk präsentierten sich die Mädchen fröhlich tanzend - die Jury war gespannt, wer welche Facette am besten beherrscht. Gespannte Nerven dann am Ende: wer muss raus?
"Wir sind nun mal in Hollywood und da soll es auch actionreich zugehen," so die einführenden Worte von Heidi. Gesagt, getan, am 1. Tag der neuen Woche ging es in ein Trainingssstudio. Dort angekommen zögerten die Mädchen nicht lange und gingen beim "Ich-lasse-jetzt-mal-alles-raus-und-sage-wen-ich-hasse-und-warum-und -weine-dabei"-Training so richtig aus sich raus. Dabei mangelte es nicht an Feindbildern: Lehrer, Ex-Freunde, Jury, Freundinnen - alle bekamen dabei ihr Fett ab.
Beim anschliessenden klärenden Gespräch mit Rolf ("ich habe nasse Augen") hörte die Selbsthilfegruppe plötzlich Geräusche, die an eine Schlägerei erinnerten. Caroline im Miss-Piggy-Outifit war erschrocken: "Kann da bitte mal jemand dazwischen gehen?!" und konnte erst durch ihre Mitstreiterinnen beruhigt werden:"Mensch Caro, das sind doch nur Stuntmen." Diese wurden angeführt von Daniel Bernard, einem unter anderem durch Matrix Reloaded bekannten Schauspieler. Er trainierte mit den Mädchen und erarbeitete mit ihnen eine Kampfchoreographie, die für einen Werbespot verwendet werden sollte. Alle hatten viel Spaß bei diesem außergewöhnlichen Training und Daniel Bernard fand das alles "total lustig."
Zwei Tage später beim Dreh machte sich dann doch Nervosität breit. Zu Recht, denn Regisseur Thomas Job erwies sich als harter Hund. Seine liebevollen Kommentare:
- "kein schauspielerisches Talent" (Carolin),
- "es ist 11 Uhr, und ich möchte schon wieder nach Hause" (Raquel)
- "Sie läuft wie ein Dinosaurier" (Christina).
- "Zu jung, spielt schlecht." (Jenny)
- "Das sind eben Anfängerinnen, sie würden an einem echten Set keine 5 Minuten überleben" (der Rest)
Lediglich Janina und Wanda konnten dem Regisseur ein Lächeln abgewinnen.
Warum stand Rolf im Nebel?
Auf Timing und Beweglichkeit kam es diese Woche bei der Challenge an: einen Parcours aus Laserstrahlen - deshalb der Nebel - gab es zu überwinden, um an eine Schatulle samt Schlüssel zu gelangen. Beim Berühren der Lichter ertönte ein hupendes Signal, ausgeführt von Rolf - also quasi lebende Alarmanlage. Doch die Anstrengung sollte belohnt werden, denn in dem begehrten Kistchen befand sich ein Collier und sowie ein Einkaufsgutschein über 10.000 Dollar für ein Schmuckgeschäft in Beverly Hills. Siegerin der Challenge war Carolin, die sich beim Shoppen endlich wie ein VIP fühlte.
Casting für Mc Donalds
Überraschung für die sieben Verblieben am nächsten Tag, als sie bei Mc Donalds Germany zum Casting antraten: da saßen noch 4 andere amerikanische Models, die sich auch um den Job bewarben. Wanda, Carolin und Christina(!) überzeugten jedoch und holten sich den begehrten Job. Als lebende "Wraps" posierten die 3 Grazien vor der Linse des Fotographen und sahen dabei wirklich appetitlich aus. Voll des Lobes wurden sie verabschiedet und insbesondere Christina hat den Fotographen beeindruckt. Die freute sich riesig, denn: "ich werde immer wieder wegen meiner zurückhaltenden Persönlichkeit kritisiert. Da freue ich mich umso mehr über dieses Kompliment."
Heidis Besuch in der Villa
Heidi überraschte die Mädchen in der Model-Villa und machte zuerst eine Stippvisite in der Küche, schaute in den Kühlschrank und erschrak: "Chicken Dumplings!" (mit Huhn gefüllte Teigtaschen) und meinte: "Na, hier sehen auch einige aus wie Chicken Dumplings." Mitgebracht hatte sie ihre Stylistin, die den Mädchen eben die Spitzen schneiden sollte. Beim anschliessenden Lauftraining am Pool blieb Heidis Argusaugen nichts verborgen, auch Giseles kleines Bäuchlein nicht:"Gisele, Du musst Sit-ups und Liegestützen machen, Du hast wohl zu viele Donuts gegessen."
Danach sollen sich die Mädchen locker machen, ein bisschen tanzen am Pool, sexy posen und unterschiedliche Mimik üben. Gegen Abend dann teilte Heidi mit, dass wieder ein Casting anstehen würde und von den sieben nur fünf gehen könnten.
Caro und Gisele gaben sich großzügig und ließen den anderen den Vortritt. Caro, weil sie schon einige Jobs bekommen hatte und Gisele, weil sie sich dadurch mehr in die Gruppe integrieren wollte. Heidi war über dieses Verhalten gelinde gesagt stocksauer und bestrafte als Konsequenz alle Mädchen: "Keine geht von Euch zum Casting." Sie sollten endlich aufwachen und erkennen, dass das ein Wettbewerb sei und sie jeden Tag kämpfen müssten.
Tag der Entscheidung: Raquel muss gehen
Diese Mal sollten die Mädchen auf zweierlei Arten über den Laufweg stolzieren, einmal tanzend, einmal kämpfend. Als Gastjuror hatte sich Daniel Bernard eingefunden, der zumindest ein bisschen gute Stimmung verbreitete. Am meisten gelobt wurden Wanda und Caro, die schlechtesten Karten hatten dieses Mal Janina, Jennifer und Raquel. Für Letztere hat es dann trotz Küsschen auf die Glücksbringer-Kette nicht gereicht. Leider.
Endlich erfuhren wir dann auch, warum die Jury so an Gisele hängt: "Sie hat zwar Allüren (ach ja?), aber wenn sie dann ihren Job macht (wenn sie ihn macht!), dann kommt sie super rüber, fast wie ein Filmstar." Kein Kommentar.
Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Jury bereits Anfang der Woche "weiss", wen sie am Ende der Woche rauskegeln wird. Es ist schon sehr auffällig, dass diese Mädchen dann durch die ganze Woche kritisiert und demotiviert werden. Was meint Ihr dazu? Liege ich falsch?
Viele sonnige Grüsse schickt Euch
Eure Anne

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