Popstars: Das Casting in Dortmund brachte nicht nur neue Gesichter zur Entscheidungsshow

Fr 09:10 12.Sep. von Marion Nette

(c) Pro7

Eine Menge hoffnungsvoller Girls traten zum Casting in Dortmund an. Jedes der 787 Mädchen wollte ihrem Traum einen großen Schritt näher kommen. Doch bei dieser Masse an Kandidatinnen gab es natürlich auch wesentlich mehr tatsächliche Talente, die der Jury die Entscheidung wirklich schwer machten. Diesmal waren beim Casting zwei bekannte Gesichter als Bewerberinnen dabei, Leo und Marcella. Beide waren bereits in vorherigen Staffeln zu bestaunen und machten das Casting in Dortmund noch interessanter.

Das Casting
In Dortmund gab es Stimmtalente, bei denen D! tatsächlich sein Tanzbein schwang und ihn nichts mehr auf dem Stuhl hielt. Bei Diana (22) fiel ihm die Entscheidung scheinbar besonders schwer, ob er sie im ReCall sehen wollte oder nicht. Ihre Ausstrahlung und ihr Erscheinungsbild passten nicht so ganz zu ihrer einstudierten Nummer. Doch am Ende siegte die Neugier der Jury. Sie wollten wissen, wie sie sich in diesen zwei Tage entwickeln würde. Willkommen im Popstars-„Versuchslabor" :-)

Madita, die mit ihrem Outfit zuerst nicht auf einer Geschmackswelle mit der Jury lag, überzeugte nach ihrer Darbietung und einer Outfit-Reduzierung dann doch und durfte in den ReCall. Eine Menge Spaß war mit ihr vorprogrammiert, da sie einfach, auch laut Loona, eine packende Entertainerin ist. Mit ihrem natürlichen aber doch heftig überzogenen Dauergrinsen steckte sie sogar den harten Sido an.

Ein bekanntes Gesicht stand in dieser Castingstadt vor der Jury - die HipHop-Tänzerin Leo. Sie schaffte es im Jahre 2006, bei dem Popstar-Casting für „Monrose", bis unter die letzten 7 Kandidatinnen. Nun war sie wieder dabei und wollte es doch noch einmal wissen, ob sie es in diesem Jahr bis zur Girlgroup schaffen würde. Dabei sagte sie damals bei ihrem Ausstieg, dass sie nie wieder bei solch einem Casting teilnehmen würde. So kann man sich in der eigenen Einstellung täuschen, wenn einem sonst nichts anderes angeboten wurde. Das Jurymitglied Detlef D! Soost schraubte in dieser Staffel seine Erwartungen an Leo selbstverständlich wesentlich höhere als damals. Sie sollte sich enorm gesteigert haben, da sie hätte sehr gut wissen müssen, welche Anforderungen auf sie zukommen. Doch ihr Vorsingen brachte selbst mich in Erstaunen. Das klang ja schlechter als vor zwei Jahren. So wollte sie die Jury überzeugen? Da war sie sich ihrer Sache vielleicht ein wenig zu sicher! Doch Detlef zeigte, dass er eine große Sympathie für sie hegt und überredete mehr oder weniger durch seinen „besonderen Blick", das man Leo in den ReCall einladen sollte. Sido und Loona stimmten für die nächste Runde zu. Es stellte sich jedoch die Frage, ob sie es bei ihrem zweiten Versuch besser machen würde.

Laura, die bereits am Casting in Rust teilnahm und kurz vor der Einladung nach München ausgeschieden ist, versuchte es in Dortmund erneut. Es gab eine heftige Diskussionen in der Jury, ob sie in den ReCall sollte oder nicht, da sie gesangtechnisch mit ihrer ersten Nummer nicht überzeugen konnte. Nachdem Detlef sie um eine Ersatznummer gebeten hat, zeigte sie das erste Mal ihre Power und durfte zum ReCall.

Dann war auch das zweite bekannte Gesicht zu sehen - Marcella, die im letzten Jahr beim Popstar-Casting für „Room 2012" den Platz für Tialda räumen musste. Sie überzeugte sofort mit ihrer Stimme und bekam gleich im ersten Anlauf ein „GO" von allen Jurymitgliedern für die nächste Runde.

Detlefs Aussage zu den vielen Casting-Losern war „irgendwann bekommt man das Gefühl des Fremdschämens". Ich konnte dieses Gefühl gestern absolut nachempfinden und außer mir sicher auch andere Zuschauer. Trotzdem schafften es 20 Mädchen in den ReCall.

Viktoria, ein unscheinbares blondes und süßes Wesen mit einer sehr soliden Stimme, hatte Detlef und Loona sofort auf ihrer Seite. Lediglich Sido musste kurz darüber nachdenken, ob es ihm für den ReCall reichen würde. Doch auch er gab ein zaghaftes „Ja" für den ReCall.

Der ReCall
Viktoria, die Sido in der ersten Runde nicht vom Stuhl haute, bekam gleich beim Reinkommen von dem Rapper einen Dämpfer, dass sie bereits mit einem „Nein" von ihm in dieser Runde begann. Schon war ihr der Text entfallen. Doch mit musikalischer Begleitung fand sie den Leitfaden wieder und konnte selbst den skeptischen Sido für eine ReReCall-Einladung auf ihre Seite gewinnen.

Laura, der Sido bereits in der ersten Runde versprach, dass er seine Zeit mit ihr nicht mehr verschwenden würde, sobald sie ihren Text nicht drauf hätte, hatte auch am zweiten Castingort wieder mit dem Textgeist zu kämpfen. Ganze Brocken Textzeilen fehlten ihr. Scheinbar hatte Sido seinen „guten Tag", da Laura tatsächlich von allen drei Juroren in den ReReCall gewählt wurde. Das verdankte sie nur dem Soul in ihrer Stimme.

Als Nächste war Madita an der Reihe, die immer den Anschein machte, als wenn sie auf sanften Drogen wäre. Sido vergab ihr den Spitznamen „Freak". Nachdem der Rapper ihren Casting-Bogen durchgearbeitet hat und feststellte, dass sie auch Klavier spielen kann, musste sie eine kleine spontane Nummer vorführen und sang den Jurymitgliedern Sidolein, Loona und Detlef ein kleines Ständchen. Als sie dann aber ihre einstudierte Nummer vortragen sollte, versagte sie leider. Doch die Jury machte bei ihr eine Ausnahme und wollte sie nach einer Stunde noch einmal anhören.

Dann trat Madita ein weiteres mal an. Der Titel, den sie sich aussuchte, war nicht der Beste. Dafür konnte sie aber den Text und entlockte mit ihrer fröhlichen Art und ihrer markanten Stimme der Jury ein „Ja" für die nächste Runde. Nach ihrer Darbietung wollten die Juroren aber noch mit ihrer Mutter sprechen. Warum, das sagten sie nicht und machten es sehr geheimnisvoll. Dabei wollte Rapper Sido der Mutter einfach nur „high-five" geben, da sie ihre Sache mit der Tochter ganz gut gemacht hat. Sie haben nämlich im Urlaub mit Detlefs Foto geübt, indem sich die Mutter das Foto auf die Sonnenbrille klebte und Madita ansang, um sich auf das Casting vorzubereiten. Allem Anschein nach war das eine spitzen Vorbereitung.

Marcella legte eine Menge Emotionen ihr einstudiertes Stück. Doch die Jury interpretierte das eher negativ, als hätte sie mit den Tränen der Emotionen versucht, die Jury zu manipulieren. Ihre Entschuldigung „Das ist alles so neu für mich, weil ich wieder da bin". Hää? Ein totaler Widerspruch in sich. Trotzdem gab es die Einladung in den ReReCall.

Bei Leo bemerkte man in dieser Runde eine leichte Steigerung, die für ein Vorsingen beim ReReCall ausreichte. Doch um die Einladung nach München zu bekommen, musste sie noch viel mehr bieten können.

Um die Sache interessanter zu machen, hat die Jury natürlich noch andere kreative und talentierte Mädchen mitgenommen. Doch nur acht der ReCall-Teilnehmerinnen wurden eine Runde weiter geschickt.

Der ReReCall
Da nur acht Kandidatinnen in den ReReCall mitgenommen wurden, teilte die Jury die Mädchen in vier Gruppen bzw. in vier Duette ein. Um den Druck zwischen den Mädchen noch zu erhöhen, informierten die Juroren die Kandidatinnen gleich am Anfang darüber, dass nur jeweils ein Mädchen aus jedem Duett die Einladung in die Entscheidungsshow erhalten würde. Das bedeutete die Heimreise für das zweite Girl aus der jeweiligen Gruppe.

Der Druck war für Leo und Marcella fühlbar stärker als bei den anderen, denn sie traten in einem Duett gegeneinander an. Die Luft knisterte vor Spannung, wer von den beiden nach Hause fahren und wer noch einmal die Popstarluft schnuppern dürfte.

Die Entscheidung
Etwas war bei dieser Castingrunde in Dortmund anders. Die Jury hat die Regel, nur vier der Mädchen mit nach München zu nehmen, ausnahmsweise und einmalig gebrochen. Sie luden fünf Kandidatinnen zur Entscheidungsshow ein, da einfach mehr Talente überzeugen konnten. Auf ein Wiedersehen in München mit:

Laura, 17 (im zweiten Anlauf dieser Staffel)
Viktoria, 16
Madita, 17
Marcella, 19 (aus dem Casting für „Room 2012")
Leo, 20 (aus dem Casting für die Gruppe „Monrose")

Nächsten Donnerstag (20:15 Uhr/Pro7) dürfen wir das Casting in Dresden verfolgen. Da viele Talente in Deutschland aus dem Osten kommen, sind viele gute Stimmen zu erwarten. Ich hoffe nur, dass nicht noch mehr von ehemaligen Popstar-Anwärterinnen auftauchen, sonst wird es langsam peinlich. Popstars ist nicht der einzige Weg seinen Traum zu erfüllen aber scheinbar einer der Einfacheren. Seht ihr das genau so oder wollt ihr mehr der alten Gesichter dabei haben?

Singende Grüße von Eurer Marion

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