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    „Bauer sucht Frau” 2012: Ganz schön Schaf, die neuen Landwirte!

    Der Bauer ist ein angesehener Mann. Laut einer aktuellen EMNID-Umfrage im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes zählt er hierzulande gar zu den drei am meisten geachteten Berufen (nach Ärzten und Lehrern). Ja, angesehen ist er durchaus, der Bauersmann. Nur offenbar so gar nicht begehrenswert: So viele alte Junggesellen und junge Schwerverkuppelbare gab's bei „Bauer sucht Frau" nämlich noch nie. Das diesjährige Single-Angebot reicht vom pummeligen Rinderwirt, der nicht länger nur mit den Viechern schnacken will, bis hin zum ebenso beleibten Kuhbauern, der auch gern mal eine „abkriegen würde".

    Landwirt Kurt (38) ist einer unter 16 neuen Bauern auf der Suche nach der passenden Frau (Bild: RTL)Landwirt Kurt (38) ist einer unter 16 neuen Bauern auf der Suche nach der passenden Frau (Bild: RTL)

    Karohemd und Samenstau, ich betreibe Ackerbau?

    „Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel", da ist sich Moderatorin Inka Bause sicher. Aber kann sie das wirklich sein? Sieht man sich die 16 neuen, liebeshungrigen Landwirte der achten Staffel „Bauer sucht Frau" so an, kommen nämlich dezente Zweifel am Volksmund auf. Da hätten wir etwa den 1,63 Meter großen Dieter, der trotz seiner 60 Lenze bis heute nicht übers Händchenhalten hinausgekommen ist. Oder Ackerbauer Peter, der mit Topfschnitt, Pausbacken und „schwer vergrabener Einsamkeit" bisher keine Erfolge auf dem Dating-Markt verbuchen konnte.

    Witwer Friedhelm (47) lebt mit seiner Mutter auf einem Hof am Niederrhein (Bild: RTL)Witwer Friedhelm (47) lebt mit seiner Mutter auf einem Hof am Niederrhein (Bild: RTL)

    Ähnlich düster sieht's auch beim Rest des ledigen Landvolks aus: Der eine wirkt wie 65, obwohl er gerade mal 47 ist (und das liegt nicht nur am senfgelben Altherrenpullunder), dem anderen fehlen dringend Zärtlichkeiten, denn „das kann ja ein Tier nicht so rüberbringen wie eine weibliche Person." Oh. Weh. Was alle Landwirte eint: Sie sind furchtbar allein (Schweinewirt Heinrich fürchtet sich deshalb sogar vor Weihnachten), sie tragen Karohemden, sie sind nicht scharf, sondern höchsten Schaf — und haben nicht den blassesten Schimmer vom weiblichen Geschlecht. Abgesehen von dem auf vier Beinen, natürlich.

    1200 Schweine, 15 Hühner und 10 Katzen, aber noch keine Frau: Schweinebauer Georg (33) aus Bayerisch-Schwaben (Bild: RTL)1200 Schweine, 15 Hühner und 10 Katzen, aber noch keine Frau: Schweinebauer Georg (33) aus Bayerisch-Schwaben (Bild: …

    Allein schon eine Frau zu finden, ist schwierig

    Aber mit Kühen und Schweinen wird man(n) auf Dauer halt nicht glücklich, wie Dieter weiß: „Man kann sich mit denen unterhalten, aber die erzählen ja nicht viel." Mit anderen Worten: Eine Frau muss her. Und die soll — auch da sind sich die Herren der Schöpfung sehr ähnlich und fast einig — nett, ehrlich und handfest sein. Jede Rippe einzeln will man ja auch nicht spüren, so Milchbauer Martin. Klingt eigentlich nach erfüllbaren Anforderungen? Nicht wirklich, beteuert Kandidat Denny: „Auf dem Land ist es schon sehr schwierig, eine Frau zu finden." Von einem Mann — der 30-Jährige ist der einzige schwule Bauer der aktuellen Staffel — offenbar ganz zu schweigen.

    Katja und Marcel machen es vor: Bauernhochzeit dank „Bauer sucht Frau“ (Bild: RTL)Katja und Marcel machen es vor: Bauernhochzeit dank „Bauer sucht Frau“ (Bild: RTL)

    „Die schönste Bauernhochzeit des Jahres"

    Dass es trotz aller Widrigkeiten, die das Landleben so mit sich bringt, dennoch klappen kann, beweist Marcel. Er ist einer von mittlerweile 20 Landwirten, die bei „Bauer sucht Frau" die (Ehe-)Frau fürs Leben gefunden haben. Klar also, dass er und seine Katja, die sich in Staffel sechs kennen und lieben lernten, auch RTL zur „schönsten Bauernhochzeit des Jahres" (Inka Bause) eingeladen haben. Tatsächlich ist die Feier zwar gar nicht soo schön und erfüllt vielmehr sämtliche Klischees einer Provinz-Trauung (Schützengarde, gaffende Dorfbewohner, Discofox in der örtlichen Mehrzweckhalle), aber was soll's: Hier liegt gaaanz viel Liebe in der Luft — und die Gewissheit, dass es vielleicht doch für jedes Töpfchen ein Deckelchen geben könnte.

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