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    Serien-Finale: Überlebt Dr. House?

    Nach acht Jahren und acht Staffeln schwang gestern Abend der mürrische Dr. House im amerikanischen Fernsehen zum allerletzten Mal seinen Krückstock. Das finale (Sprech-)Stündlein der Krankenhausserie hat geschlagen. Und es fiel gleichermaßen dramatisch wie doppeldeutig aus. Achtung, Spoiler-Alarm!

    Hugh Laurie verabschiedete sich in den USA mit der allerletzten "Dr. House"-Folge (Bild: ddp images)Hugh Laurie verabschiedete sich in den USA mit der allerletzten "Dr. House"-Folge (Bild: ddp images)


    „Wird er nach vorne treten oder einen Schritt zurück machen? Ist es Leben oder Tod?" So kündigte Schauspieler Hugh Laurie das Ende der Geschichte seines Seriencharakters Dr. House im Interview mit der „Chicago Sun-Times" an. „Mehr kann ich dazu nicht sagen."

    Schon wieder endet eine erfolgreiche TV-Serie — nach „CSI Miami" und „How I Met Your Mother" trifft es nun auch „Dr. House". Sie beginnt wie folgt, die wirklich allerletzte Folge der Arztserie: Dr. House sitzt am Bett eines Patienten und tauscht sich mit ihm über die Träume der vergangenen Nacht aus, als nächstes findet sich der mürrische Arzt mit dem Krückstock in einer Halluzination wieder. Er liegt in einem leeren Fabrikgebäude, um ihn herum Feuer, neben ihm der Patient, mit dem er sich gerade noch unterhalten hatte — tot.

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    Dr. House philosophiert anschließend über die düstere Existenz des Menschen: „Jeder Patient, den ich hatte, wird in 70 Jahren genau so tot sein wie Wilson." Womit er auf seinen krebskranken Kollegen und besten Freund Dr. James Wilson anspielt. „Jeder stirbt. Es ist bedeutungslos." Man sieht House gemeinsam mit Wilson auf Motorrädern davonfahren. Schnitt — und House ist nicht mehr im Bild. Ende der Halluzination.

    Neue Szene: Wilson und seine Kollegen im Krankenhaus. Sie müssen das Schlimmste befürchten: Hat sich Dr. House umgebracht? In dem Gebäude, in das sich Dr. House kurz zuvor mit seinem heroinabhängigen Patienten zurückgezogen hatte, brach ein Feuer aus. Ist ihr Kollege den Flammen zum Opfer gefallen oder hatte er sich vorher den goldenen Schuss gesetzt? „House war ein Arsch…", sagt Wilson in der Grabrede auf Dr. Houses Beerdigung. „Er behauptete, sich auf einer heroischen Suche nach der Wahrheit zu befinden. Aber die Wahrheit ist: Er war ein verbitterter Idiot, der es mochte, den Menschen schlechte Laune zu bereiten. Und das hat er bewiesen, indem er sich auf egoistische Weise umgebracht hat, betäubt von Rauschgift, ohne an irgendjemanden einen Gedanken zu verschwenden." Da wird Wilson von einer SMS unterbrochen: „Hör auf, du Idiot." Sie stammt von seinem Freund House.

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    Die letzte Folge der Arztserie trägt den zwar vielsagenden Titel „Everybody Dies". Doch auf Dr. House scheint er nicht zuzutreffen — er sitzt auf dem Dach des brennenden Hauses und ist damit dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Wird er sich mit seinem schwer krebskranken Freund Wilson aus dem Staub machen, um mit ihm dessen Lebensabend zu verbringen?

    Auch im echten Leben muss sich Dr. House keine Sorgen um seine eigene Zukunft machen: Darsteller Hugh Laurie gilt als einer der bestbezahlten Fernsehschauspieler weltweit. Nun will sich der Brite erst einmal um die Familie und seine Karriere als Blues-Musiker kümmern. Wann genau seine Figur Dr. House in Deutschland Adieu sagt, steht übrigens noch nicht fest: RTL hat die achte Staffel nach der achten Folge vorübergehend unterbrochen.

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