Worin die neue Mission von Günter Wallraff genau bestehen würde, hielt RTL bis zur Ausstrahlung geheim. In der einstündigen Reportage "Günter Wallraff deckt auf - Der neueste Fall des Undercover-Spezialisten" war der Enthüllungsjournalist am Mittwochabend als Paketzusteller für die Firma GLS unterwegs.
Günter Wallraff deckt diesmal die Missstände bei Paketzustelldiensten auf (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Ein Knochenjob, den Wallraff als "Menschenschinderei" und "Sklaverei" bezeichnete. "Da werden Menschen über die Grenzen ihrer Belastbarkeit hinaus gesundheitlich und finanziell ruiniert. Daran können sogar Familien und Partnerschaften zerbrechen. Auch wir als Verbraucher tragen unkritisch unseren Teil dazu bei, wenn Arbeitnehmer in Deutschland ausgebeutet werden, weil wir alles immer schneller und immer billiger haben wollen", kritisiert der 69-Jährige.
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Insgesamt sahen 2,95 Millionen Zuschauer die Reportage, in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer führte das zu einem für RTL-Verhältnisse eher durchschnittlichen Marktanteil von 14,6 Prozent. Möglich, dass der enttäuschende Start der neuen Staffel von Dieter Nuhrs Geschlechtershow "Typisch Frau - Typisch Mann" um 20.15 Uhr dazu beitrug. RTL-Chefredakteur Peter Kloeppel ist nichtsdestotrotz zufrieden: "Besonders freuen wir uns über den starken Zuspruch der jungen Zuschauer, die Günter Wallraff besonders im Visier hatte, als er sich für RTL entschied."
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