„Germany’s Next Topmodel”: Von Meerjungfrauen und Fischabfällen

Was ist nur mit den Mädchen los? In der 13. Episode von „Germany's Next Topmodel" gibt es schicke Matrosen, Meerjungfrauen-Outfits und glamouröse Roben — trotzdem fließen ständig Tränen. Im Verlauf der Sendung weinen Küken Kasia, die gebeutelte Sarah-Anessa und — Überraschung — Rattenmutter Sara. Diana lässt es sogar auf dem Laufsteg laufen. Krise überall. Die Nerven, scheint es, liegen blank.

Zalando-Schuhe und die U.S.S. Midway

Dabei geht es an Bord der U.S.S. Midway eigentlich ganz human zu. Nachdem sie dem Helikopter mit der „Flying Jury" beim Landen zugejubelt haben, sollen die Models in Eigenregie eine Modenschau auf dem Flugzeugträger organisieren. Das klappt bei allem Durcheinander gut, nur opfert sich Sara als Mutter der Truppe auf, stellt den anderen Models die Outfits zusammen und vergisst ihr eigenes. Kein Wunder, dass sie mürrisch aus der Wäsche guckt, als sie an den strammstehenden Marines vorbeispaziert. Dominique dagegen läuft ihre zwei Runden deutlich entspannter und darf für 2000 Euro Zalando-Schuhe kaufen. Zum Schluss werfen die Matrosen ihre Mützen hoch und die Mädels fahren heim.

„Ich bin traurig, wenn meine Ratte stirbt"

Zurück in der Modelvilla wird es Zeit für das erste Krisengespräch: Sarah-Anessa hat in der letzten Zeit viel geweint und wenig gelacht. Die neue Haarfarbe hat doch wohl nicht aufs Gemüt abgefärbt? Dabei hat die Jury Sarah-Anessa doch lieb! „Du musst dich irgendwie entkrampfen", meint Kümmerjuror Rath und setzt eine Schreitherapie an. Und tatsächlich scheint es irgendwie zu helfen, wenn man „Ich bin Sarah-Anessa" in die Villa brüllt. Für die leidgeprüfte Sara dagegen kommt es dicke: Kasia will plötzlich nichts mehr mit ihrer bisher engsten Model-Freundin zu tun haben — ihre Familie hält die Ex-Stripperin für einen schlechten Umgang. Überhaupt hat Sara für Kasias Geschmack zu viele Leichen im Keller. „Wenn ich sie wäre, wär's mir peinlich", ätzt die Kleine. Sara cool: „Ich bin doch nicht traurig. Ich bin traurig, wenn meine Ratte stirbt." Touché.

Ekelpotenzial gegen unendlich

Noch nicht einmal die Sporteinheit kommt in dieser Woche ohne Gefühlsausbrüche aus. Genau genommen handelt es sich dabei um ein Casting für „Shape": Wer am längsten Seilhüpfen und boxen kann, darf auf das Cover des Fitness-Magazins. Während Sportmuffel Diana diese Aussicht heftige Unterleibschmerzen beschert („Ich kann noch nicht einmal stehen"), hängen Kasia und Sara sich rein. Sara gewinnt so ihren allerersten Auftrag — und bricht darüber in Tränen aus. Überraschend kalt lässt die Mädchen dagegen das Meerjungfrauen-Shooting. Dabei würde man doch meinen, dass das Ekelpotenzial beim Posen mit einem Haufen stinkender Fische gegen unendlich geht. Falsch gedacht, denn mittlerweile sind die Mädchen eben Profis: Also nix wie rein in Glitzerflosse und Muschelbikini —und rauf auf den Abfall. Wenn es sein muss, halten sich die Models auch einen Fisch an den Kopf oder wälzen sich auf den glitschigen Schuppen. Aus der Rolle fällt nur der Fotograf, der vor lauter Arbeitseifer irgendwann über Bord geht. Kaum aus dem Meer geklettert, schießt er aber umgehend weiter — Enrique Badulescu ist schließlich auch ein Profi.

Deutlich weniger Tränen, bitte

Deutlich gesitteter geht es am Tag der Entscheidung zu. Unterstützt von Ex-Supermodel Carolyn Murphy sollen die Nachwuchsmodels Haute Couture präsentieren. Mit Spitze, Tüll und Oma-Scheiteln wandeln Heidis letzte sieben elegant (Evelyn) bis lahmarschig (Dominique) über den Catwalk. Sarah-Anessa bekommt ein „W-O-W" von Heidi, Luisa schwächelt und geweint wird auch wieder. Schon beim Livewalk bricht Diana in Tränen aus. Schluchzend erklärt sie, dass sie aus der Sendung aussteigt — ihre Mutter ist schwer erkrankt. Von der Jury gibt es vollstes Verständnis. „Familie ist wirklich das wichtigste", meint Heidi, „das Modeln kann immer noch warten." Dass Diana, die sechs Jahre auf ihre Chance gelauert hat, jetzt so kurz vor dem Finale scheitert, tut dann auch dem Zuschauer ein bisschen leid. Trotzdem wünscht er sich für die nächste Sendung vor allem eines: deutlich weniger Tränen, bitte.

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Der GNTM-Blog von Model Marie Nasemann

Der GNTM-Blog von Model Marie Nasemann

Marie Nasemann hat das geschafft, wovon tausende Mädchen träumen: Sie stand 2009 im Finale von „Germany’s Next Topmodel“! Danach startete die 23-jährige Münchnerin als Model richtig durch. Mittlerweile moderiert (EinsPlus Chartshow im SWR) und schauspielert („Ein Sommer in Amalfi“ – bald im ZDF zu sehen) Marie auch. In ihrem wöchentlichen Blog auf Yahoo! TV verrät sie uns, wer die größten Chancen auf den Titel „Germany’s Next Topmodel“ 2013 hat.

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