Kurz vor Weihnachten bietet RTL den Zuschauern ein „Supertalent"-Finale mit vielen Effekten, erstaunlich wenigen Gefühlsausbrüchen und zahlreichen Längen. Das Lob gleich vorneweg: Trotz besinnlicher Stimmung bleibt das zu Feuerwerk der Gefühlsduseleien erfreulicherweise aus. Statt emotionaler Lebensschauen sorgen romantischen Light-Shows (von brennenden Herzen bei der rhythmischen Sportgymnastikgruppe Tabea bis zum Teelichtinferno bei Sänger Jean-Michel Aweh) für Gänsehaut. Irgendwie war aber auch jede Lebensgeschichte auf dem zähen Weg ins Finale ausreichend durchgekaut worden. Von der Callboy-Vergangenheit bis zum Krebsleiden war nichts zu persönlich, um nicht vor den öffentlichen Auftritten thematisiert zu werden. Ein erstaunlich leichtfüßiges Finale als Vorbild für kommende Staffeln?
„Aus Dieter einen besseren Menschen machen": Zumindest Thomas Gottschalk verfolgt hehre Ziele. (Bild: RTL)




