Gil Ofarim war einer der Teenie-Stars der 90er: Dem süßen Jungen mit den langen blonden Haaren flogen die Mädchenherzen zu. Bei der gestrigen Sendung von „The Voice of Germany" wagte der mittlerweile 30-Jährige einen Comeback-Versuch: Gil will beweisen, dass aus dem kleinen Jungen ein erwachsener Musiker geworden ist. Sein Auftritt war ein voller Erfolg: Zwei der Coaches buzzerten für ihn. Welche Juroren erkannten sein Talent und für welches Team hat Gil sich entschieden?
Bei "The Voice" bekommt Gil Ofarim die Chance auf einen Neustart (Bild: SAT.1/ProSieben/Richard Hübner)
Optisch ist aus dem Teenie-Idol definitiv ein Mann geworden: Mit zotteliger Mähne, Vollbart und Nasenpiercing betritt Gil Ofarim, der deutsche Teenie-Schwarm der 90er-Jahre, das „The Voice"-Studio. Bei der gestrigen Sendung wollte der Sänger aus München endlich beweisen, dass aus ihm ein erwachsener und ernstzunehmender Künstler geworden ist. „The Voice of Germany" ist für Gil die große Chance auf eine zweite Karriere, nachdem seine erste ein bitteres Ende genommen hat.
Exklusiv-Interview: Gil Ofarim über seine Teilnahme bei "The Voice"
Nachdem der 15-jährige Gil mit dem Song „Round 'n' Round" 1997 in Deutschland einen Hit landete, tourte er fünf Jahre lang durch Europa. In dieser Zeit wurde Gil als Person und als Künstler erwachsen, doch das Image des Teenie-Idols konnte er nicht abschütteln. Im Interview hinter den Kulissen der Show erzählt er von einem Schlüsselerlebnis: Als er schon 20 Jahre alt war, sagte ihm eine amerikanische Band, in dessen Vorprogramm er spielen sollte, kurz vor Tour-Beginn ab — sie wollten nicht mit einem ehemaligen Teenie-Star auf der Bühne stehen.
Nach zehn Jahren Pause trat Gil gestern Abend vor beziehungsweise hinter die Jury, um zu beweisen, dass aus ihm ein reifer und ernstzunehmender Künstler geworden ist. Eine riskanter Comeback-Versuch: Werden die Coaches sein Talent erkennen? Mit Gitarre in der Hand und rockigem Klang in der Stimme schmetterte er „Crazy" von Gnarls Barkley — und überzeugte damit drei der Juroren! Team BossHoss und Xavier buzzerten für Gil Ofarim.
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Xavier erkundigte sich sofort: „Kann es sein, dass man dich kennt? Hast du einen berühmten Nachnamen?" Nun, Gil kennt man eher unter seinem Vornamen, aber den richtigen Riecher hatte Dr. Ton. Ganz im Gegensatz zu Rea: Der hätte Gil eigentlich erkennen können, schließlich war seine Band „ACHT" schon einmal die Vorgruppe von Reamonn. Peinlich, peinlich!
Doch für wen hat sich Gil letztlich entschieden? Konnte Xavier mit dem platten Spruch „Ich bin ein großer Bewunderer deiner Kunst" überzeugen oder lockten die BossHoss-Cowboys ihn mit ihrer direkten Art („Ich kenn dich nicht und mir ist scheißegal, wer du bist") in ihr Team? Ohne lange zu zögern entschied sich Gil für Xavier. Sein Comeback bei „The Voice" ist Gil gelungen, jetzt muss er sich in den Battles mit Hobby-Sängern und Semi-Profis messen. Denn einen Promi-Bonus gibt es für seinen Neustart nicht.
