Man kann über den Til-Schweiger-"Tatort" ja sagen, was man will. Aber ein muffiger Beamtenkrimi mit quälend-hölzernen Dialogstrecken war das nicht, was im April dem Publikum im Ersten vorgesetzt wurde. Fast scheint es nun, als hätte erst dieser völlig überdrehte Hamburg-Actioner daherkommen müssen, ehe im notorisch dürftig budgetierten ARD-Sonntagskrimi wieder der Wert einer ordentlichen Ballerei anerkannt wird. Drehbuchautor Holger Karsten Schmidt und Regisseur Roland Suso Richter setzen im atemlosen neuen SWR-"Tatort: Spiel auf Zeit" dankenswerterweise wenig auf Themenschwere und viel auf Feuerkraft. Mittendrin: die zuletzt allzu oft eingebremsten Stuttgarter Kommissare Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare), die sich endlich mal wieder richtig austoben können im diesmal gar nicht schnarchigen Schwabenländle.
Unter Strom: Lannert (Richy Müller, l.) und Bootz (Felix Klare). (Bild: SWR / S. Schweigert)
2009 zeichnete Autor Holger Karsten Schmidt schon einmal für einen Stuttgart-"Tatort" verantwortlich: Damals, im Fall "Tödliche Tarnung", wurde der Waffenhändler Victor
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