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    • Neue Helden braucht das Fernsehland, da erzählt man nichts Neues. Die Strombergs sind eine höchst seltene Spezies, und so ein House oder Schimanski schlüpft auch nicht alle Tage aus dem Produzenten-Ei. Aber ausgerechnet zum "Vatertag" gibt's jetzt den Beweis, dass sie zum Glück noch nicht ganz vom Aussterben bedroht sind, die echten Kerle und Typen: Zwischen "Sherlock" (20.15 Uhr, ARD), den der Brite Benedict Cumberbatch als dandyhaften Gentleman mit Oscar-Wilde-Anleihen interpretiert, und dem legendären Flachleger Hank Moody (David Duchovny) in "Californication" (die dritte Staffel ist  bei RTL II ab 23.10 Uhr am Stück zu sehen), betritt im Ersten um 21.45 Uhr ein besonders schräger Vogel die Bühne: Bjarne Mädel, der "Ernie" aus dem "Stromberg"-Office, ist "Der Tatortreiniger".

      "Ach, du Scheiße": "Schotty" (Bjarne Mädel) am Tatort (Bild: NDR/T. Jander).

      "Boah, ach du Scheiße!" Schotty (Mädel, 44) ist schon wieder ziemlich angenervt. "Da brauchst du Gummistiefel!", stöhnt er, als er in seinen wieder einmal mit Blut zugeschmierten Arbeitsplatz,

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    • So ein Ego ist beneidenswert. Eben mal die Welt retten: Nichts angenehmer als das. Für geringere Herausforderungen rafft sich der Star-Detektiv Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) eh nicht dazu auf, seine Junggesellenwohnung in der Londoner Baker Street zu verlassen. Die noch viel größere Leistung: Mr. Holmes rettet hier das Unterhaltungsfernsehen. Die famose "Sherlock"-Reihe der BBC kam vergangenes Jahr beim hiesigen Publikum derart gut an, dass die ARD auch Staffel zwei orderte und den Auftaktfilm nun zur Donnerstags-Primetime sendet. "Ein Skandal in Belgravia" heißt der 90-Minüter, an dem so gar nichts skandalös, aber alles das reine Vergnügen ist.

      Dolles Duo: Holmes (Benedict Cumberbatch, l.) und Watson (Martin Freeman). (Foto: ARD / Degeto / BBC / Hartswood …

      Die Briten haben ihr kulturelles Nationalheiligtum nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Sherlock Holmes ist nach seiner Überführung in die Jetztzeit ein egomanischer Superdenker mit der Lizenz zum Vordenkopfstoßen. Der Pfeifenqualm hat sich verzogen. Holmes ist auf Nikotinentzug und darüber hinaus ganz ein Mann der Gegenwart.

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    • Der Image-Krimi zur Frauenfußball-WM: hochnotpeinlich. Das Empörstück über die Machenschaften der Fleisch-Industrie: zäh wie eine Schuhsohle. Beim Ludwigshafen-"Tatort" haben sie in letzter Zeit kaum eine Krimi-Unsitte ausgelassen. Bemühte Brennpunktthemen. Bräsige Ermittlungsarbeit. Hölzerne Erklärdialoge. Die Klischeesuppe auslöffeln mussten Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe. Dabei haben die dienstälteste "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal und ihr treuer Adlatus Kopper deutlich mehr auf dem Kasten, wenn man ihnen denn mal ein Drehbuch mit Niveau vorlegt. Wie viel mehr — das zeigt der neue Fall "Der Wald steht schwarz und schweiget" (Buch: Dorothee Schön, Regie: Ed Herzog). Wie realitätsnah die naturgewaltige Kidnappinggeschichte aus dem Pfälzer Wald ist, sei mal dahingestellt. Spannend bis zum Anschlag ist sie allemal. Mehr ein Landschaftsthriller als ein Krimi. In jedem Fall eine Art Befreiungsschlag.

      Lena (Ulrike Folkerts) redet Tom (Frederick Lau) ins Gewissen (Foto: SWR / P. A. Schmidt).

      Eine Spaziergängerin bringt die dramatischen Dinge in Gang. Am Fuße eines

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    • Jung-Macho-Alarm bei vox: Eigentlich ist der alljährliche Muttertag ja eine tolle Gelegenheit, einmal zu zeigen, wie viel Respekt man den perfekten Mamas entgegenbringt — indem man sie überrascht und verwöhnt. Bis zu Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht und dem als „Superstar" gescheiterten ehemaligen „DSDS"-Kandidaten Thomas Karaoglan, der sich „Der Checker" nennt, ist diese Erkenntnis allerdings noch nicht durchgedrungen. Nur so kann man sich erklären, dass die beiden in der Muttertags-Sonderausgabe der vox-Dokusoap von „Das perfekte Promi Dinner" nicht alleine am Herd stehen, sondern sich mehr oder weniger frech hinter den Küchenschürzen ihrer Mamas verstecken. Nicht genug, dass sich „Der Checker" von Mutter Taniye bei der Zubereitung eines armenischen Festessens helfen lässt, auch Jimi Blue kam beim Kochen seines mysteriösen „Blue Main Course" nicht ohne erfahrene Hilfe aus.

      Teamwork in der Küche: Jim Blue und Natasha Ochsenknecht lassen es brutzeln (Foto: VOX/Andreas Friese/P185)800065346

      Noch unangenehmer für Natasha Ochsenknecht dürften allerdings die etwas unappetitlichen Avancen sein, die

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    • Die Kleinen sind noch nicht im Bett, da lockt RTLs Familienshow „Let's Dance" schon mit dem vollen Erwachsenen-Programm. Popoklatscher, Peitschen-Geschwinge und Puff-Jacken (Hartwich: Für Roman Frielings Jackett „musste keine Schlange sterben, nur ein Sofa aus'm Bordell!") inklusive. Da wird Rebecca Mir zur „Sau auf der Fläche" (Massimo Sinató), beweist Magdalena Brzeska pure Leidenschaft beim Paso Doble, lässt selbst die sonst so steife Joana Zimmer ihre Hüften ansatzweise sexy kreisen. Und Stefanie Herzel, äh, Hertel? Die macht mal eben den schlimmsten Alptraum ihres Volksmusik-Ziehvaters Heino wahr: Sie tanzt an der Stange. Ganz schön verrucht. Andererseits: Kann denn Unterhaltung Sünde sein?

      Letzte Runde für Joana Zimmer: Die Sängerin scheidet im Viertelfinale aus (Bild: Getty Images)Letzte Runde für Joana Zimmer: Die Sängerin scheidet im Viertelfinale aus (Bild: Getty Images)

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