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    • Die „Traumhochzeit“ – Junggesellenabschied auf RTL

      Heiraten ist „in“, das weiß man beim Privatfernsehen. Neue Bürgerlichkeit, Stabilität in prekären Zeiten, man hört ja soviel davon. Deshalb veranstaltet Vox gerade „eine ganze Woche im Zeichen der Liebe“, mit Hochzeits-Sonderausgaben von „Das perfekte Dinner“, „Shopping Queen“, „Promi Shopping Queen“ und ähnlich romantischen Sendungen. RTL wiederum belebt die „Traumhochzeit“ neu.

      Auf den Spuren von Linda de Mol: Yared Dibaba, Standesbeamtin Erika Bitz (M.) und Susan Sideropoulos (Bild: RTL)Auf den Spuren von Linda de Mol: Yared Dibaba, Standesbeamtin Erika Bitz (M.) und Susan Sideropoulos (Bild: RTL)

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    • „The Voice Kids“: Eine Castingshow ist kein Kindergeburtstag

      „Wenn man weiterkommen will, muss man natürlich hart sein“. Finn (14) hat die Logik der Erwachsenenwelt schon mit jungen Jahren verinnerlicht. Er ist der perfekte Vertreter einer Kindergeneration, die nach dem Willen ihrer Eltern so früh wie möglich am besten drei Instrumente spielen und mindestens vier Sprachen sprechen können sollte, um sich in der Ellenbogenwelt, die auf sie zukommt, behaupten zu können. Da kann auch eine Castingshow auf der To-Do-Liste nicht schaden. Eine, in der es zwar freundlich, friedlich und auf Augenhöhe abläuft, die aber letztlich doch auch nur den gnadenlosen Prozess des Aussiebens auf dem Weg zum Erfolg propagiert.

      Finn mit Gitarre, Talent und viel Ehrgeiz bei "The Voice Kids" (Bild: SAT.1)Finn mit Gitarre, Talent und viel Ehrgeiz bei "The Voice Kids" (Bild: SAT.1)

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    • Wotan Wilke Möhring: Sein Debüt beim Hamburger “Tatort”

      Da geht einiges an der Waterkant: Nachdem Til Schweiger vor einigen Wochen sein vieldiskutiertes Debüt als Hamburger "Tatort"-Kommissar feierte, folgt nun Teil zwei des Hansestadt-Neustarts. Im Krimi "Feuerteufel" bekommt es der milchtrinkende und mit "Ramones"-T-Shirt ausgestattete Kommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) mit einer Serie von Brandanschlägen auf Autos in noblen Stadtteilen zu tun. Was nach Klassenkampf und Autonomen-Aggro aussieht, hat diesmal tödliche Folgen. Eine Frau, die sich im Fahrzeug befand, kommt bei einem der Brände ums Leben. Der Täter, ein verzeifelter Junge aus dem Ghetto, scheint für den TV-Zuschauer festzustehen. Der junge Hamburger Regisseur Özgür Yildirim ("Chiko") schuf das etwas unstet flackernde Debüt eines spannenden Ermittlers, das sich in zu vielen Handlungssträngen verliert.

      "Tatort"-Kommissar Falke (Wotan Wilke Möhring) ermittelt neu in Hamburg (NDR / Christine Schröder)Jürgen Mintal (Bernhard Schütz) hat seine Frau verloren. Nun will eine Art Bürgerwehr den konsternierten Witwer als Vorzeige-Opfer Autonomer Gewalt gegen das

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    • „Das perfekte Promi Dinner“ – die Warmhalteplatte der „Stars“

      Für Karrieren auf Sparflamme hat das Privatfernsehen ganz eigene Formate. Eines davon ist „Das perfekte Promi Dinner“ auf Vox. Ob die Gäste noch „Stars“ sind oder schon abgemeldet, weiß keiner so genau. Nicht mal der Sender. Da kann es nicht schaden, den kleinen Mann auf der Straße zu befragen. „Das ist doch die Tochter von Professor Brinkmann“, freut sich ein älterer Herr in der Fußgängerzone und zeigt auf das Foto von Barbara Wussow. Der nächste Passant kennt das Personal der Schwarzwaldklinik nicht mehr, dafür Christian Häckl: „Das ist der Wetterfuzzi von RTL!“ Mark Keller wiederum hat was mit schnellen Autos und Explosionen zu tun. „Alarm für Cobra 11.“ Genau. Nur Ulla Kock am Brink kann niemand so recht einordnen, aber vielleicht liegt das an Österreich.

      Prost Mahlzeit: Christian Häckl, Mark Keller, Barbara Wussow und Ulla Kock am Brink (v.l.n.r.) beim Promi-Dinner (Bild: Vox/Sigi Jantz)Prost Mahlzeit: Christian Häckl, Mark Keller, Barbara Wussow und Ulla Kock am Brink (v.l.n.r.) beim Promi-Dinner (Bild: Vox/Sigi Jantz)

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    • Roman Sasse (Barnaby Metschurat) lebt mit zwei Familien zusammen - ohne dass die eine etwas von der anderen weiß. Fremdgehen für Fortgeschrittene, könnte man jetzt vielleicht witzeln, wenn man auf das groteske Lügenkonstrukt blickt, das dieser Mann sein Leben nennt. Doch der Kalauer bleibt einem im Halse stecken, denn im neuen Kölner "Tatort" ist absolut nichts lustig, schon gar nicht die Geschichte des zweifachen Familienvaters Sasse. "Trautes Heim" ist solideste, seriöse Krimikost mit einem Plot, der wahrscheinlich gar nicht so abstrus ist, wie es zunächst erscheint.

      Schenk (D. Bär, l.) und Ballauf (K. J. Behrendt) haben viel gesehen, aber der neue Fall macht die altgedienten Krimi-Hasen fassungslos (Bild: WDR / Stratmann)Schenk (D. Bär, l.) und Ballauf (K. J. Behrendt) haben viel gesehen, aber der neue Fall macht die altgedienten Krimi-Hasen fassungslos (Bild: WDR / Stratmann).

      Die meisten Familienväter werden sofort unterschreiben, dass sie mit ihrem ganz normalen Alltagswahnsinn schon gut ausgelastet sind. Wer mag sich schon ausmalen, wie es ist, wenn man sich gleichzeitig um zwei Familien und zwei Haushalte kümmern muss, wenn man neben der Ehefrau seit vielen Jahren eine heimliche Geliebte hat, wenn man zwei Kinder mit verschiedenen Frauen hat, wenn man kurzum ein Doppelleben führt.

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