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    „Das perfekte Dinner – Kampf der Regionen”: Georg aus dem Ahrtal haut sie alle um

    In Bayern gibt's Weißwürste und in Hamburg nur Fisch: So lauten die gängigen Klischees, wenn es um die kulinarischen Vorlieben der Deutschen geht. Doch ganz so einfach lässt sich der Geschmack der Republik nicht pauschalisieren, wie die vox-Sendung „Das perfekte Dinner — Kampf der Regionen" am Sonntagabend bewiesen hat. Den lokalpatriotischen Kochlöffel schwangen dieses Mal Tourismusagenturleiter Finn (35) aus Schleswig-Holstein, Eventmanagerin Bianca (30) aus Berlin, Geschäftsfrau Petra (46) aus dem Schwarzwald und Veranstaltungskaufmann Georg (55) aus dem Ahrtal. Die wichtigste Zutat aller Kandidaten: eine Prise Hoffnung — auf das wohlmeinende Urteil der Konkurrenz und die Siegprämie von 3.000 Euro.

    Tourismusagenturleiter Finn legt sich für seine Gäste ins Zeug (Bild: vox / Philip Schüller / Bl 03)

    Kochen oder kochen lassen

    Zum Auftakt ging's in den hohen Norden: nach Glücksburg, der nördlichsten Stadt auf deutschem Boden und der Heimat von Finn. Dass der Vierfach-Vater bisher noch nie am Herd gestanden hat — Mut oder Zumutung? Für sein Menü aus rustikalem „Wuddelsalot" und gefüllter Fjordlachsforelle braucht man immerhin nicht allzu viel Kochgeschick, und für den Fall der Fälle konnte der „Mädchenmacher" (Finns Töchter sind zwei, vier, sechs und acht Jahre alt) auf die Unterstützung von Kumpel Philipp zählen. Mitstreiterin Bianca hat das nicht geschmeckt: „Mein Dessert muss Finn zubereiten", forderte die Berliner Schnauze und trieb dem Neu-Gourmet glatt selbst die „Mädchenröte" ins Gesicht. Dafür, dass auch noch die Kinder fürs Tischdecken anrücken mussten, gab es für den Norddeutschen dann auch nur 20 von 30 möglichen Punkten.

    Einer Döner für zwischendurch

    Bei Finn hat Bianca noch gemotzt, doch die Eventmanagerin aus der „geilsten Partystadt der Welt"  holte sich selbst Freundin Tine an den Herd. Nur zum Gemüseschnippeln und Abwasch, versteht sich. Und für den ein oder anderen Schluck Champagner. Der Clou ihrer Einladung: Die Gäste dürfen mit der Rikscha anreisen — und zwischen Vorspeise und Hauptgang eine Dönerbude besuchen. Zumindest Rheinländer Georg hat hinterher „mehr Respekt vor dem Leben eines Döner-Schneiders" — und danach noch viel mehr Hunger. Dass Sonnenbrillensammlerin und Heilwassertrinkerin Bianca ihr Eisbein nicht am Stück sondern als Mini-Portiönchen serviert, konnte ja keiner ahnen! Pech für die Berlinerin: Obwohl sie unbedingt gewinnen will, wird ihre Vorspeise aus Spargelsalat mit Erdbeeren, Flusskrebsen und Lakritz derart zerrissen, dass es am Ende nur für den dritten Platz reicht. Immerhin gab es bei ihr, dank Finns mitgebrachtem Erotik-Geschenkset und Georgs Perlwein-Dildo-Einlage, am meisten zu lachen.

    Der "Kampf der Regionen" ist in vollem Gange. (Bild: vox / Philip Schüller / Bl 03)

    Mit „Unkraut" zur Bestnote

    „Offen, herzlich, gastfreundlich" — das alles glaubt Businessfrau Petra aus St. Georgen im Schwarzwald zu sein. Und natürlich die „weltbeste Köchin". Stimmt auch fast, schließlich heimst sich die 46-jährige Viel-Lacherin beeindruckende 27 Punkte ein. Trotz „Unkraut" in der Flädlesuppe, wie Finn die Gänseblümchen, Veilchen und Brennnesseln nennt, die „Kräuterhexe" Petra als Würzmittel nutzte. Für Bianca ist der (Kultur)Schock indes ein anderer: Grüne Wiesen und eine Fahrt auf dem Trecker lassen das Herz der Großstädterin höher schlagen. Die Herren erfreuen sich vielmehr an den Glocken der in Tracht gekleideten Damen, die auf Petras Terrasse zur Ankunft der Gäste musizieren. Nach selbstgemachten Spätzle und Schwarzwälder-Kirsch-Dessert ist das Urteil der Regionen-Kämpfer eindeutig: „Petra, du bist ein richtiger Profi!"

    Im Wein liegt die Kraft

    Ob Georg dadurch nervös wird? Ach, woher! Der Hobby-Schütze, den sie alle nur „Schorsch" nennen, ist bestens vorbereitet. Warum sonst hätte ihm seine Frau eigens eine „Ferkel-Küche" im Keller eingerichtet? Dort wird fleißig gebrutzelt, gedämpft und verfeinert, um den Gästen später das „perfekte Dinner" servieren zu können. Georgs „angeheiratete Ordnungsbehörde" ist selbstredend für die Deko zuständig, doch den Rest schafft der Sohn einer Köchin alleine: Sauerkrautsuppe mit Blutwurstravioli, Kalbsbäckchen in Spätburgunder mit Wirsing sowie Sellerie- und Erbsenpüree und zum Nachtisch Apfeltraubentörtchen mit hausgemachtem Haselnusseis — wem würde bei diesem Gourmet-Menü nicht das Wasser im Munde zusammenlaufen? Dass der Veranstaltungskaufmann mit der amtierenden Ahrwein-Königin auch noch adeligen Besuch präsentiert, haut die Konkurrenten völlig um. Das Ergebnis: 29 Punkte für Georg und damit der Sieg im „Kampf der Regionen".

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