Sommer, Sonne, Detlef D! Soost: In der fünften Folge „Popstars" geht es endlich raus aus Berlin und ab nach Ibiza. Workshops sind angesagt — die Kandidaten sollen ihr Können in Gruppen beweisen. Doch mit den Temperaturen steigen auch die Ansprüche der Jury, der Ton wird rauer. Kein Wunder, dass bei manchem Kandidaten die Nerven blank liegen.
Na endlich: Die 19 Popstars-Anwärter sind auf Ibiza gelandet (Bild: ProSieben)
„Die Gaye und ich, wir lieben uns"
Zu Beginn der Sendung ist davon jedoch noch wenig zu spüren — da herrscht eher Klassenfahrt-Atmosphäre: Die elf Mädels, die es durch den Recall geschafft haben, entdecken die luxuriöse Popstars-Villa und geben dabei verzückte Quieklaute von sich. Wenig später stoßen dann die acht singenden „Prachtkerle" dazu. Allgemeine Begeisterung ist die Folge und während die Mädels noch überlegen, welcher Junge wohl der hübscheste ist, fackelt Alessandro nicht lange: „Die Gaye und ich, wir lieben uns, deswegen habe ich sie einfach mal in den Pool geschmissen", flachst er. Hihihi.
Noch nicht einmal D! und die restliche Jury verderben groß den Spaß, denn als sie in die Villa kommen, muss erst einmal niemand singen. Diesen Part übernimmt schon der Überraschungsgast: Loreen. Die Gewinnerin des diesjährigen Eurovision Song Contests performt ihren Siegersong „Euphoria" extra dramatisch und trotz Mittelmeerhitze in Ganzkörperschwarz. Nicht, dass die Kandidaten das irritieren würde, die lauschen erst gebannt und liefern sich dann einen Wettkampf um die ergriffenste Reaktion. Ganz vorne mit dabei sind die 20-jährige Gianina („Ich bin so froh, dass ich das alles erleben darf") und Mädchenschwarm Alex, der allen Ernstes in Tränen ausbricht. Bei so viel Ranschmeiße ist es nicht weiter verwunderlich, dass Loreen die beiden in die Gruppe wählt, die ihren Song einstudieren soll.
D!s strenger Blick verrät: Das Fitnesstraining ist kein Spaß für die Kandidaten (Bild: ProSieben)
„Hör auf zu posen, mach den Hintern runter!"
Also haben sich schon wieder alle furchtbar lieb? Droht gar der Harmonie-Overkill, der die Castingfolgen so zäh und langatmig werden ließ? Zum Glück nicht. ProSieben hat nämlich vorgesorgt und lässt D! beim Fitnessdrill seine fiese Seite ausleben: „Hör auf zu posen, mach den Hintern runter", brüllt er, während sich die Kandidaten mit Liegestützen abmühen. Cem darf das Training zwar kurz unterbrechen, um sich zu übergeben, aber danach geht es weiter, bam, bam! Ungleich gemeiner ist allerdings, dass Thuy, die beim Online-Casting eine Wildcard gewonnen hat, erst einen Tag später als alle anderen in die Villa darf. Die Mädelsgruppe, zu der sie nachträglich stößt, hat da schon alle Parts verteilt und muss nun noch einmal von vorne anfangen. Dass Thuy zwar niedlich ist, aber auch alles hinterfragt, macht die Sache nicht unbedingt einfacher. „Halt die Schnauze und sing einfach", platzt Züleyha irgendwann der Kragen.
Schleiertanz vor Glitzersternen
Andere Kandidaten haben allerdings auch ihre Probleme: Die „David Guetta"-Gruppe wurde von der Jury extra aus gegensätzlichen Charakteren zusammengesetzt. Prompt gibt es Zoff, als Antonio Texthänger bei „Sexy Bitch" hat. „Das sind vier Zeilen, die sollte man sich schon merken können", schimpft Scarlet. Patrick dagegen sonnt sich lieber, als zu üben. Wenig überraschend gerät ihre Performance bei der Entscheidungsshow zum Debakel: Die „wilden" Hundeleinen, die sich die Kandidaten angelegt haben, können nicht von dem grauenhaften Durcheinandergesinge und tumben Herumgewackele der Gruppe ablenken. Antonio, Scarlet und Patrick sind die einzigen, die in der neu eingeführten Survival-Runde noch einmal gegeneinander antreten müssen. Weil er auch bei „Can't Get You Out Of My Head" von Kylie Minogue patzt, muss Antonio gehen.
Bei Antonio, Scarlet und Patrick (v.l.) kommt Vocalcoach Kate Hall an ihre Grenzen (Bild: ProSieben)
Die Streber von der „Euphoria"-Gruppe dagegen werden für ihren Schleiertanz vor Glitzersternen abgefeiert. Alessandro, Gianina, Alex, Zerna und Stephanie bekommen die volle Punktzahl und Ross ist „sehr, sehr stolz" auf sie. Und auch die Mädels um Thuy haben sich zum Ende hin zusammengerauft. Zwar überzeugen sie mit ihrem Song nicht wirklich, weil aber Gruppenmitglied Viviana einen Tag vor der Show mit einem umgeknickten Fuß ins Krankenhaus musste, gibt es dann doch noch einen Sympathiebonus für die gebeutelten Mädels. Zu viel Nervenkrieg muss schließlich auch nicht sein.
