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    „Popstars 2012″: Zoff im Pool und Weinen für Anfänger

    Wahrhaftes zum Kindergeburtstag, tapfere Emo-Helden und dramatische Szenen am Pool — die zweite Workshop-Woche steht ganz im Zeichen der Gefühle. Möglichst unverfälscht sollen die Regungen der Kandidaten rüberkommen, so wünscht es sich die Jury. Tatsächlich zeigen sich die „Popstars"-Kandidaten alles andere als gefühlsarm. Doch ob das, was dabei zum Vorschein kommt, immer so ansehnlich ist, steht auf einem anderen Blatt …

    Bei so viel Gefühl kullern in dieser Woche auch bei Thuy die Tränen (Bild: ProSieben)Bei so viel Gefühl kullern in dieser Woche auch bei Thuy die Tränen (Bild: ProSieben)

    „Familie ist das Beste, was es gibt"

    Zunächst allerdings sehen wir nur Senna und Lucy, wie sie die verbleibenden Popstar-Wannabes mit Briefen aus der Heimat beglücken — und dann weinen erst einmal alle zusammen eine Runde authentische Tränen. „Familie ist das Beste, was es gibt", erinnert Senna, und Lucy erkennt ergriffen „traurige, stille Freude" überall. Fast therapeutisch geht es danach weiter, denn die Kandidaten sollen sich in Gruppen aufteilen und dann mit ihren „true feelings" fremde Menschen anstecken. Dabei gilt es, jeweils den Gruppenschüchterling aus seinem Schneckenhaus zu locken. Alessio, der früher oft gemobbt wurde, und die verschlossene Scarlet sollen endlich ihre Gefühle zulassen. Therapieplanmäßig rockt Alessio dann auch mit Chemso, Züleyha und Zerna die Geburtstagsparty eines deutschen Auswandererkinds. Und Scarlet und Konsorten bringen mit „Qué sera"  spanische Senioren zum Weinen. Endlich alle Gefühlsschleusen geöffnet!

    Bei der Gruppenaufgabe singen die Popstars auf einem Kindergeburtstag (Bild: ProSieben)Bei der Gruppenaufgabe singen die Popstars auf einem Kindergeburtstag (Bild: ProSieben)

    Streitschlichten am Strand und Sonnen am Pool

    Endlich liegen die Nerven der Kandidaten so blank, dass sie wegen jedem Blödsinn aufeinander losgehen. Man muss die potenziellen Streithähne dafür nur noch zusammen in Song-Gruppen stecken — was die Jury natürlich umgehend erledigt. Als Alessio die hübsche Gaye in den Pool wirft, kreischt die prompt wenig prinzessinnenhaft „Missgeburt" und „kleiner Mongo". Auch Küken Zerna (16) setzt der Lagerkoller zu. Schon in den Proben hat sie die etwas wehleidige Nachzüglerin Thuy (18) attackiert, am Pool tritt sie nach: „Es regt mich auf, dass du immer nur rumlaberst, mach es", zetert sie.

    Pikanterweise kommt die Tirade, nachdem Vocalcoach Kate Hall der heiseren Zerna absolutes Sprechverbot erteilt hat. Den Anschiss am nächsten Morgen hat sich die Kleine also gleich doppelt verdient. Die Jury, das muss man ihr zugute halten, schürt den Streit nicht, sondern bemüht sich um Schadensbegrenzung. Besonders Ross schlichtet einfühlsam am Strand und hält Thuy davon ab, alles hinzuschmeißen. Sind die Gefühle dann geordnet, denkt Ross sich neckische Choreografien aus. Für Tim Bendzkos „Ich laufe" dürfen der schicke Patrick und die wilde Züleyha kuscheln. Böse Zungen behaupten ja, das Liegen sei sowieso Patricks Ding — bevorzugt am Pool, oben ohne und mit Babyöl eingeschmiert. Züleyha hat ihn zumindest angezogen erst gar nicht erkannt …

    Kuschelig: Läuft da was zwischen Züleyha und dem Ex-Mister Berlin Patrick?Kuschelig: Läuft da was zwischen Züleyha und dem Ex-Mister Berlin Patrick?

    „Ihr gebt Popstars das neue Gesicht, das es braucht!"

    Am Tag der Entscheidung knistert es bei der Bendzko-Nummer dann gewaltig. Das liegt aber nicht nur an Züleyha und Patrick, sondern auch Fabian, Marie und Johanna singen mit viel Gefühl und lassen selbst die Jury das eine oder andere Tränchen wegdrücken. „Ich bin stolz auf euch", meint Ross. Besser kommen nur noch Cem, Alex, Alessio, Gaye und Gianina weg: Ihre Version vom schmachtigen „I Won't Let Go" (James Morisson) versetzt die Jury in wahre Begeisterungsstürme. Detlef pathetisch: „Ihr gebt Popstars das neue Gesicht, das es braucht!" Hach. Die reine Mädchengruppe dagegen sieht zwar in römischen Walleroben und pseudoantikem Kopfschmuck sehr komisch aus, aber nur Scarlet und Thuy können überzeugen. Leider müssen aber nicht nur Viviana und Zerna einen „Survival-Song" (die letzte Chance vor dem Heimflug) bestreiten, den sie der Gruppe eingebrockt haben, sondern alle. Das Schicksal teilen sie mit Chemso & Co., die eine lahme Version von Katy Perrys „Fireworks" abgeliefert haben. Und eine „Wunderkerze" (Senna) reicht eben nicht fürs Weiterkommen.

    Wer den „Survival-Song" übersteht und wer Ibiza verlassen muss, erfahren wir übrigens nicht. Das wird erst in der nächsten Sendung verraten. Eigentlich eine Frechheit, so ein Cliffhanger — Zuschauer haben schließlich auch Gefühle!

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