15.000 hatten sich beworben, vier standen in der Finalshow von "Germany's next Topmodel" noch vor der Jury: Kasia (17), Sarah-Anessa (18), Dominique (22) und Luisa (17). Die Entscheidung sei diesmal besonders schwer, betonten Heidi Klum und ihre Co-Juroren Thomas Rath und Thomas Hayo immer wieder. Dabei gab es diesmal eine klare Favoritin: Die blonde Ostfriesin Luisa überzeugte nicht nur die Fans, sondern auch Designer in New York und Paris von ihrem Talent.
„Germany’s Next Topmodel” 2012: Finale mit viel Bieber
Mit Spannung erwarteten die 15.000 Zuschauer vor Ort und die 3,36 Millionen vor dem Fernseher also höchstens den Auftritt von Teenie-Schwarm Justin Bieber. Nach knapp drei Stunden, Outfit-Wechseln im Minutentakt, einer Tanz-Choreographie und zwei Shootings verkündete Heidi Klum schließlich die Entscheidung, ohne das Publikum lange auf die Folter zu spannen. Aus gutem Grund: Schließlich musste die erst 17-jährige Siegerin Gewinnerin pünktlich um 23 Uhr von der Bühne.
Herzlichen Glückwunsch, Luisa, du bist "Germany's next Topmodel. "Heb ruhig mal ein bisschen ab", hat Heidi Klum dir gestern geraten. Bist du grade schon dabei?
Ich möchte auf jeden Fall bodenständig bleiben, ein ganz normaler Mensch. Aber es ist ein sehr geiles Gefühl, gewonnen zu haben.
Du wurdest von Anfang an als Favoritin gehandelt. Hast du schon damit gerechnet, dass du gewinnst?
Ich habe eigentlich überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich doch noch gewinne. Man steht schon unter Druck, wenn man Favoritin ist und alle denken, dass man gewinnt.
Warst du nervös während der Show?
Ich war richtig nervös. Als ich die ganzen Leute hörte, die meinen Namen schrien, ging es dann schon wieder. Aber ich habe trotzdem noch gezittert.
Man hat dir die Nervosität kaum angemerkt. Macht das die Erfahrung, die du inzwischen schon hast?
Ja, wir hatten jetzt schon so viele Entscheidungen hinter uns. Diesmal war es anders, weil so viele Leute dabei waren. Aber die Fans waren auch eine Unterstützung für mich.
Du musstest ja gleich nach der Entscheidung von der Bühne. Hast du deinen Sieg hinter den Kulissen noch ordentlich gefeiert?
Hinter der Bühne haben mir alle gratuliert, Familie und Freunde. Dann haben wir uns fertig gemacht und dann ging's auch schon zur Aftershow-Party.
Dein kleiner Heimatort Jheringsfehn befindet sich jetzt bestimmt im Ausnahmezustand...
Ja, absolut. Ich weiß, dass es in der Stadt überall Public Viewing gab. Ich bin mal gespannt, wie es ist, wenn ich wieder da bin!
Vor dem Finale warst du ja auch noch einmal zu Hause. Wie wurdest du begrüßt?
Da konnte ich kaum noch vor die Tür gehen, shoppen in der Stadt war zum Beispiel fast nicht mehr möglich, ohne dass ständig jemand gekommen ist und ein Autogramm wollte. Und jetzt wird es bestimmt noch mehr.
Tut sicher gut, so positiv empfangen zu werden. Vor allem, nachdem die anderen Mädchen bei GNTM dir ja zwischendurch ganz schön das Leben schwer gemacht haben, weil du angeblich bevorzugt wurdest.
Na ja, ich weiß nicht, wie ich an ihrer Stelle reagiert hätte. Wir verstehen uns jetzt auch alle wieder gut. In der Situation war es wichtig, Unterstützung von zu Hause zu haben. Mein Freund und meine Familie haben mir Mut gemacht.
Was war für dich die größte Herausforderung bei "Germany's next Topmodel"?
Es war sehr schwer für mich, wenn wir schauspielern mussten. Das war schon eine große Herausforderung.
Findest du, dass du dich durch die Show sehr verändert hast?
Ich habe jetzt schon öfter gehört, dass ich erwachsener und selbstsicherer geworden bin. Und ich merke das auch selbst.
War Heidi Klum Dir eine große Hilfe bei Deiner Entwicklung?
Am Anfang hatten wir nicht so viel mit ihr zu tun, aber es wurde immer mehr. Heidi ist super lustig, sie ist immer gut drauf, immer voller Power, immer voll da. Es ist echt cool, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie ist auch ein Vorbild für mich. Wie sie Familie und Modeln unter einen Hut kriegt, das bewundere ich.
In Paris und New York haben Designer dich für ihre Shows ausgesucht. Hat dir das zusätzlich Selbstbewusstsein gegeben?
Ich habe gemerkt, dass ich in New York und Paris gut ankam. Vor allem New York war echt super. Wenn man da gut ankommt, ist das schon ein sehr wichtiger Pluspunkt.
Gab es da einen Moment, in denen du gedacht hast: Jetzt ist es egal, ob ich "Germany's Next Topmodel" gewinne, ich schaffe es auch so?
Nein, ich wollte trotzdem gewinnen. Das ist eine sehr große Chance.
Hattest du vor "Germany's Next Topmodel" schon an eine Model-Karriere gedacht?
Nein. Meine Bewerbung bei "Germany's Next Topmodel" war eher spontan. Freunde haben mir gesagt, dass ich mich bewerben soll, weil ich bestimmt gute Chancen hätte. Ich habe auch selber gemerkt, dass ich so was gern machen möchte, mal sehen möchte, wie das so ist. Und dann bin ich halt hingegangen.
Wo wohnst du denn jetzt in Zukunft? Zu deinen Preisen gehört eine Wohnung in einer Fashion-Metropole deiner Wahl.
Erst mal möchte ich noch in Deutschland bleiben und sehen, wie es hier klappt mit dem Modeln.
Aber du hast dir doch schon Gedanken gemacht, wo du gern hin möchtest?
Ja, ich habe mich zwar noch nicht ganz entschlossen, aber ich möchte eigentlich nach New York. Da habe ich jetzt auch schon Erfahrung.
Und dein Freund, zieht der dann mit nach New York?
Der macht gerade eine Ausbildung, also wird er wohl erst mal in Deutschland bleiben. Aber ich werde ja jetzt nicht gleich für immer nach New York ziehen, sondern erst mal sehen, wie es da überhaupt klappt. Dann kann man immer noch weitersehen.



