Bohlen plappert: Steht DSDS vor dem Aus?

Immer diese Patzer bei „Deutschland sucht den Superstar". Doch in der Sendung am vergangengen Samstag war ausnahmsweise mal nicht Marco Schreyl der Fehlerteufel, sondern Dieter Bohlen selbst. Seit einer unbedacht dahingeplapperten Bemerkung aus seinem Mund brodelt es in der Gerüchteküche um ein mögliches Ende der Casting-Show. Yahoo! TV hat bei RTL nachgefragt, was dran ist.

Dieter Bohlen schürte die Gerüchte um ein DSDS-Aus (Bild: RTL)Dieter Bohlen schürte die Gerüchte um ein DSDS-Aus (Bild: RTL)


Gerade war Dieter Bohlen dabei, das Orchester zu loben, als ihm der Nebensatz „...falls es noch mal DSDS gibt..." entfleuchte. Ein gefundenes Fressen für die immer zahlreicher werdenden Kritiker der Casting-Show, die mittlerweile bei der 9. Staffel angelangt ist. Denn nicht nur die kürzlich geschasste Kandidatin Vanessa wetterte gegen das Format, indem sie die Einführung einer Frauenquote forderte. Auch diverse Medien meckern regelmäßig über das übertrieben respektlose Verhalten des Chef-Jurors — zuletzt, als dieser während eines Auftritts von Joey Heindle genervt das Studio verließ.

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Und es scheint, als schlüge sich die gedrückte Stimmung auf die Einschaltquoten nieder. In der vergangenen Sendung schalteten nach Information des Onlinebranchendienstes „Meedia.de" gerade mal 2,37 Millionen Zuschauer ein. Schlechtere Zahlen gab es für die Show nur in der ersten Staffel im Jahr 2002. Doch RTL zeigt sich nach wie vor optimistisch. „Wir werden das zehnjährige Jubiläum von DSDS feiern", so Sprecherin Anke Eickmeyer gegenüber Yahoo! TV. „Wir schauen uns nach dem Finale die Staffel noch einmal an und entscheiden dann, mit welchen Neuerungen wir in die nächste Runde gehen." Es handle sich hierbei um Jammern auf hohem Niveau. „Uns war immer klar, dass wir nach neun oder zehn Jahren mit DSDS nicht mehr einen Rekord nach dem anderen brechen können — vor allem angesichts der aktuellen Casting-Flut." Im Durchschnitt verzeichne „Deutschland sucht den Superstar" immerhin 26 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum und über fünf Millionen Zuschauer. „Eine Sendung mit solchen Zahlen werden wir garantiert nicht einstampfen", so Eickmeyer weiter.

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Ob an seinem verhängnisvollen Nebensatz was Wahres dran ist oder nicht, kann Dieter Bohlen eigentlich ohnehin egal sein. Er hat mit dem neuen Casting-Format „DSDS-Kids" seine Schäfchen bereits ins Trockene geholt. Ab dem 5. Mai sitzt der Pop-Titan in den vier geplanten Sendungen gemeinsam mit Dana Schweiger und Michelle Hunziker in der Jury der Casting-Show für Kinder bis 14 Jahre.

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