Christian Ulmen: Ärger um seine neue Show

Mitte Februar startet die neue Show von Christian Ulmens Alter Ego Uwe Wöllner. Bereits vor der Ausstrahlung der ersten Folge sorgt das Format „Who wants to fuck my girlfriend?“ für Wirbel. Den Shitstorm gegen Ulmen beherrscht ein aktueller Vorwurf und der lautet: Sexismus. Die Macher der Show haben nun in einem Video darauf reagiert.

Christian Ulmens neue Show "Who wants to fuck my girlfriend?" sorgt für Ärger (Bild: ddp images)Christian Ulmens neue Show "Who wants to fuck my girlfriend?" sorgt für Ärger (Bild: ddp images)


Nicht nur Rainer Brüderle sieht sich mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert, auch Christian Ulmen rutscht in die Generaldebatte über geschlechtsspezifische Diskriminierung – von Frauen. Auslöser der überwiegend weiblichen Empörung ist die neue Show „Who wants to fuck my girlfriend?“

Darin schicken Männer ihre Freundinnen nicht nur ins Café, sondern auch ins Bordell und auf den Straßenstrich, um einen Wettkampf zu gewinnen. Derjenige, dessen Freundin die meisten Angebote bekommt, wird zum Sieger erklärt. Die von Ulmen Television produzierte Sendung soll ab dem 14. Februar in zwölf Folgen jeweils Donnerstags um 23.10 Uhr auf Tele 5 gezeigt werden.

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Die Vorwürfe von Seiten der Kritiker: Frauen würden zum Objekt reduziert, zudem verharmlose die Show sexuelle Gewalt. Sogar eine Petition an den Bayerischen Medienrat existiert, in der die Aufsichtsbehörde dazu aufgefordert wird, das Format „Who wants to fuck my girlfriend?" unverzüglich abzusetzen. „Tele 5 entwertet und diskriminiert mit dieser Serie Frauen auf allertiefstem Sexismus-Niveau“, heißt es darin.

„Für die Einschaltquoten ist nichts billig genug, da kann man schon mal eben kurz seine Freundinnen auf den Strich oder ins Bordell schicken.“ Und weiter: „Dass Frauen in einer Sendung verhökert werden, kann keinesfalls mit dem Mäntelchen ‚Satire‘ oder ‚Comedy‘ entschuldigt werden.“

Christian Ulmen äußerte sich daraufhin öffentlich zu den Vorwürfen. Das Konzept der Show klinge frauenverachtend, so der Schauspieler gegenüber der Zeitung „Berliner Kurier“. „Wenn man es nachher sieht, ist es das genaue Gegenteil. Es ist männerverachtend. Es entlarvt die Stupidität männlicher Sexualität.“ Die Teilnehmerinnen seien „sehr selbstbewusste junge Frauen, die die Doppelbödigkeit des Konzepts verstanden und Lust auf das Abenteuer haben“.

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Auch ein YouTube-Video veröffentlichten die Macher von „Who wants to fuck my girlfriend?“ kürzlich. Nach der Vorstellung des Konzepts richtet Produzent Gero Schorch das Wort an die Kritiker: „Es tut uns leid, wenn wir eure Gefühle verletzt haben. Wir wollen doch, dass Uwe geliebt wird – und er ist liebenswert.“ Genau wie seine neue Show liebenswert sei. „Frauenverachtend kann ich das nicht finden. Die körperlichen Begehrlichkeiten sind grundsätzlich nicht Gegenstand eines Verachtungsvorganges, man verneigt sich im Grunde genommen vor der Natur.“ Des Pudels Kern liege beim Menschen, nicht bei Männlein oder Weiblein.

Daran, die umstrittene Show abzusetzen, scheinen Schorch und Ulmen nicht zu denken. Im Gegenteil: Angeblich sind sie bereits mit der Planung von Fortsetzungen wie „Who wants to fuck my lesbian girlfriend?“ und „Who wants to fuck my mother?“ beschäftigt.

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