Jenny Elvers-Elbertzhagen: Ihre Alkoholbeichte

Ihr Auftritt in einer NDR-Talkshow wurde im vergangenen September zum YouTube-Hit. Doch während ganz Fernsehdeutschland lachte, war Jenny Elvers-Elbertzhagen am Boden. Nach einem Aufenthalt in einer Suchtklinik gibt die Schauspielerin nun öffentlich zu, alkoholkrank zu sein: „Wenn man richtiger Alkoholiker ist, und das bin ich, ist der Entzug unfassbar anstrengend.“

Jenny Elvers-Elbertzhagen: "Ich bin Alkoholikerin" (Bild: ddp Images)Jenny Elvers-Elbertzhagen: "Ich bin Alkoholikerin" (Bild: ddp Images)


Sie lallte, kicherte und fabulierte von einer internationalen Karriere als Designerin: In der Sendung von Bettina Tietjen war Elvers-Elbertzhagen offensichtlich angetrunken. Kurz nach diesem TV-Auftritt im September letzten Jahres gab ihr Mann Götz Elbertzhagen ihr Alkoholproblem zu – und lieferte sie prompt in einer Entzugsklinik ab.

Nun, Wochen später und nach erfolgreicher Therapie, spricht die 40-Jährige zum ersten Mal über ihren öffentlichen Absturz. In einem Interview mit der „Gala“ sagt sie: „Während der Sendung habe ich gemerkt, irgendwas läuft hier gar nicht gut. In meinem Zustand konnte ich aber nicht genau eruieren, was das war.“

Jenny Elvers-Elbertzhagen: Ihr Auftritt bei Bettina Tietjen

Ihr Zustand – damit meint die Schauspielerin den unbezwingbaren Drang, zur Flasche zu greifen. Sie habe stets perfekt sein wollen, begründet Elvers-Elbertzhagen ihre Alkoholsucht: „Um fit in den Tag zu kommen, habe ich morgens ein Glas Prosecco getrunken, an guten Tagen Champagner. Um zu funktionieren.“

Zum Prickelwasser-Frühstück gesellten sich „nachmittags eine Flasche Wein und abends eine Flasche Wodka. Oder eine Flasche Whisky oder eine Flasche Gin“, so Elvers-Elbertzhagen gegenüber „Gala“. Die Flaschen habe sie in nahezu allen Räumen ihres Hauses gehortet. „Es war ein Hilferuf. Ich glaube, ich wollte entdeckt werden.“

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Doch als ihr Mann schließlich geschaltet und sich mit ihrer Familie und ihren Freunden in Verbindung gesetzt habe, sei sie ihm zunächst böse gewesen. „Er hat sich Sorgen gemacht, hat meine Eltern angerufen. Was ich ihm sehr übel genommen habe“, erklärt sie im „Gala“-Interview. Vor ihrem Sohn habe sie hingegen bis zuletzt versucht, die dauernden Rauschzustände zu verbergen: „Er hat mich nie betrunken gesehen, außer im Fernsehen.“

Inzwischen ist die Teilzeit-Moderatorin auf dem Wege der Besserung – und endlich wieder optimistisch, die Sucht und ihr Leben in den Griff zu kriegen: „Eigentlich bin ich ein lebensbejahender Mensch. Das Gefühl möchte ich wieder aktivieren.“

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