“Markus Lanz”: Fieser TV-Ausraster von Katrin Sass

Das RTL-Trash-Format „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ ist für den angesehenen „Grimme-Preis“ nominiert. Das überraschte viele, Schauspielerin Katrin Sass („Good Bye Lenin“) brachte es regelrecht auf die Palme. In der Talkshow von Markus Lanz ging der deutsche Filmstar auf den ebenfalls geladenen Peer Kusmagk los. Der „Dschungelcamp“-Sieger der fünften Staffel musste sich unter anderem als Abzocker beschimpfen lassen.

Werden keine Freunde mehr: Katrin Sass und Peer Kusmagk bei "Markus Lanz" (Bilder: ddp images)Werden keine Freunde mehr: Katrin Sass und Peer Kusmagk bei "Markus Lanz" (Bilder: ddp images)


In seiner ZDF-Talkshow am Dienstag griff Markus Lanz das derzeit angesagteste Thema in der deutschen Medienlandschaft auf. Mit seinen Gästen wollte er über die aktuelle Sexismus-Debatte reden, angestoßen durch die Berichterstattung einer „Stern“-Journalistin über ihre Begegnungen mit dem FDP-Spitzenpolitiker Rainer Brüderle. Die Diskussion nahm plötzlich eine unvorhersehbare Wende.

“Dschungelcamp”: Grimme-Preis-Nominierung für “Ekel-TV”

Einer der Gäste, Peer Kusmagk, seines Zeichens „Dschungelkönig“ aus dem Jahr 2011, zeigte sich solidarisch mit der nicht anwesenden Journalistin. Auch ihm seien Situationen mit aufdringlichen Frauen bekannt. Diese Aussage bekam Sass in den falschen Hals und ging zum Angriff auf den 37-Jährigen über. „Alle Frauen wollen mich. Ich kann mich dem nicht entziehen, weil ich ja im Fernsehen bin“, äfft die Schauspielerin den Moderator nach.

Dann attackierte sie Kusmagk wegen seiner Teilnahme bei der RTL-Sendung „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. „Nein, ich gehe gehe in den Dschungel, um die 50.000 Knatter mitzunehmen. Was soll denn dieser Unsinn?“ Als Kusmagk sie daraufhin mit verschrenkten Armen skeptisch ansah, fuhr Sass ihn an: „Dann geh‘ doch nach Hause, wenn dir das zu blöd ist.“

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Kusmagk hatte bei Lanz auch die aktuelle Grimme-Nominierung des Formats erwähnt und dass er die Sendung 2011 „hoch erhobenen Hauptes verlassen“ hatte. Auch dagegen wütete Sass: „Die sagen alle, die da drin waren: ‚Naja, so 'ne gewisse Kunst hat's auch schon, jetzt sind wir im Grimme-Preis'. Ein Unfug ist das alles.“ Immer wieder versuchte Lanz, den weiblichen Gast zu beschwichtigen. Doch weder ein „Stopp, stopp, stopp“, noch ein „Frau Sass, bitte, denken Sie an Ihr Herz“ konnten die Schauspielerin bremsen.

„Ich fresse Schwänze, aber mit erhobenen Haupt. Nein! Was soll denn das?” Mitunter zielte Sass unter die Gürtellinie. So behauptete sie zum Beispiel, dass Kusmagk nur 50.000 Euro für seinen Dschungelcamp-Einsatz bekommen habe, da er wahrscheinlich zu unbekannt sei. Als Kusmagk sich mit den Worten „Ich habe in meinem ganzen Leben...“ an Sass wandte, schnitt sie ihm das Wort ab und vollendete den Satz im nachäffenden, bissigem Ton „... noch nie so eine aggressive Frau wie sie gesehen.“

Über die Qualität der RTL-Sendung und die aktuelle Grimme-Nominierung kann man natürlich geteilter Meinung sein. Zu einer fruchtbaren Diskussion hat Katrin Sass mit ihrer Attacke jedoch sicher nicht beigetragen.

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