„Tagesschau“- Zickenkrieg: Bator vs. Hofer

Da soll noch mal einer behaupten, Frauen seien die größeren Zicken: Seit Mai liefern sich die Herren Marc Bator und Jan Hofer einen öffentlichen Hahnenkampf, der zunehmend unter die Gürtellinie geht. Angefangen hatte alles mit Bators Abschied als „Tagesschau“-Sprecher in der ARD und seinem Wechsel zu den Sat.1-Nachrichten. Er warf seinem ehemaligen Vorgesetzten Hofer damals vor, man habe ihm verboten, sich in seiner letzten Sendung im April von seinem Publikum zu verabschieden.

Marc Bator (links) und Jan Hofer liefern sich derzeit einen öffentlichen Hahnenkampf (Bilder: ddp images)Marc Bator (links) und Jan Hofer liefern sich derzeit einen öffentlichen Hahnenkampf (Bilder: ddp images)


Merke: Verlasse deinen alten Arbeitsplatz nie im Streit – am allerwenigsten mit dem Chef. Denn man trifft sich im Leben bekanntlich immer zweimal. Marc Bator befolgte diese Regel nach seinem letzten „Tagesschau“-Auftritt nicht. Und bekam sogleich die Quittung: Sein ehemaliger Boss Jan Hofer schoss zurück. „Über Marc Bator habe ich mich sehr geärgert, weil er gelogen hat", beschwerte sich Hofer im Interview mit dem Magazin „Closer“. Kollegin Caren Miosga habe Bators Verabschiedung in den „Tagesthemen“ sogar ganz besonders toll moderiert. „Dass er dabei keinen vernünftigen Satz rausgebracht hat, ist wohl kaum unsere Schuld“, so Hofer weiter über seinen früheren Kollegen. „Dann stellt er sich anschließend hin und behauptet, wir hätten ihm in der 20-Uhr-Sendung davor seine Abschiedsworte verwehrt, und das war wissentlich falsch, also eine Lüge.“ Im selben Interview ließ sich Hofer dann noch zu folgender Aussage hinreißen: Ihm habe es Bator zu verdanken, dass er überhaupt „Tagesschau“-Sprecher werden durfte – andere seien damals der Meinung gewesen, er passe nicht so richtig rein.


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Nun geht die Schlammschlacht in die dritte Runde: Bator feuert zurück. „Ich kann viel Kritik vertragen, aber der Lüge lasse ich mich nicht bezichtigen", sagte der jetzige Sat.1-Mann der „Bild“-Zeitung. „Ich bin an meinem letzten Tag von unserem Chef vom Dienst angewiesen worden, auf Wunsch des Senders jegliche Abschiedsworte zu unterlassen“, schimpfte der 40-Jährige. „Wenn Jan Hofer jetzt etwas anderes behauptet, dann ist er der Lügner, nicht ich.“ Und überhaupt sei sein ehemaliger Vorgesetzter ein Heuchler, der ihm zuerst zu seinem Jobwechsel gratuliert habe. „Und jetzt tritt er fies nach. Vielleicht will er so ja nur von seinen eigenen beruflichen Niederlagen ablenken.“

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Wenn zwei sich streiten, schlichtet der Dritte: Nun hat sich der frühere „Tagesschau“-Sprecher Jo Brauner eingeschaltet und fordert eine schnellstmögliche Versöhnung. „Solche Streitigkeiten gehören nicht in die Öffentlichkeit“, sagte der 75-Jährige und hat Recht. „Wenn schmutzige Wäsche gewaschen wird, bleibt immer auch etwas an der ‚Tagesschau’ hängen."

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