Schon wieder ein Unfall bei „Schlag den Raab”: Gewinner verletzt sich mit Schaufel

Es war die letzte „Schlag den Raab"-Show des Jahres 2012 — und um ein Haar hätte Stefan Raab auch diese Ausgabe gewonnen. Doch dann machte der Landwirt Bernd Stadelmann dem bisher so unbesiegbaren Entertainer einen Strich durch die Rechnung. Leider nicht, ohne sich dabei ziemlich wehzutun.

Durch zwei Kubikmeter Steckmoos musste sich Bernd Stadelmann bei "Schlag den Raab" durchkämpfen. Dabei verletzte er sich mit seiner Schaufel. (Bild: dpa)Durch zwei Kubikmeter Steckmoos musste sich Bernd Stadelmann bei "Schlag den Raab" durchkämpfen. Dabei verletzte …

Der 27-jährige Herausforderer aus dem Eisenharz kämpfte bis zum Äußersten, er spielte Raab beim Basketball, beim Biathlon, beim Curling und in einer Schneeballschlacht gegen die Wand. Und dann, im alles entscheidenden Spiel, zeigte Stadelmann so viel Körpereinsatz, dass es buchstäblich weh tat. Die beiden Kandidaten mussten sich mit einer Schaufel durch zwei Kubikmeter Steckmoos graben und eine Glocke dahinter betätigen. Dabei stach sich Stadelmann mit seiner spitzen Schaufel in den Oberschenkel und musste anschließend genäht werden. Doch der Einsatz des Bauern zahlte sich am Ende aus — und zwar in Form von stolzen 3,5 Millionen Euro Siegerlohn, oder wahlweise Schmerzensgeld.

"Schlag den Raab": Alles über die letzte Show des Jahres 2012

Dass Stefan Raabs TV-Shows nichts für Weicheier sind, ist bekannt. Auch 2012 forderte sein Motto „Unterhaltung um jeden Preis" wieder so einige Opfer. Nur ein paar Beispiele: Im Juni verletzte sich der „Autoball"-Kandidat Giovanni Zarrella schmerzhaft an Knie und Nase, und im April musste Raab selbst einstecken und trug beim „Schlag den Raab"-Speerwerfen eine Knieverletzung davon. Der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der TV-Shows des Fernsehmoderators jedoch ereignete sich im vergangenen November. Der Schauspieler Stephen Dürr prallte bei den Proben zum „TV Total Turmspringen" bei einem Sprung vom Drei-Meter-Brett unglücklich mit der Stirn auf die Wasseroberfläche. Die Folgen: künstliches Koma, eine Halswirbelsäulenverletzung und eine komplizierte Operation. Mittlerweile befindet sich Dürr auf dem Weg der Besserung — das Weihnachtsfest muss er jedoch im Krankenhaus verbringen.

Der große Rückblick: Tops und Flops des TV-Jahres 2012

Aber nicht nur die Gameshows des kämpferischen Moderators können gefährlich enden, auch bei anderen Sendern stehen riskante Wettbewerbe hoch im Kurs — und fordern ihren Tribut. So wäre ein 26-jähriger Kandidat während der Aufzeichnung zur Sat.1-Sendung „Mein Mann kann" fast ertrunken. In der Show mit dem Untertitel „Der härteste Beziehungstest Deutschlands" wetten Frauen auf ihre Männer, die allerhand Aufgaben meistern müssen, zum Beispiel unter Wasser die Luft anhalten. Der 26-jährige Alexander tat das im September so lange, bis er ohnmächtig wurde. Doch die Sache ging gut aus, und der Kandidat kassierte nicht nur die Siegessumme über 50.000 Euro ein, sondern dürfte seiner Liebsten nun ein für allemal bewiesen haben, was für ein guter Partner er ist. Und nicht nur Menschenleben werden durch Spiel-Shows im Fernsehen gefährdet. So sorgte der Tod des Toypudels Monarch vor einigen Monaten bei Markus Lanz' „Wetten, dass…?"-Premiere für landesweite Empörung. Das Tier war während einer Wette, bei der es Hunderassen am Fell zu ertasten galt, von einer Bank gesprungen und hatte sich den Kopf gestoßen. Der Pudel starb an seinen Verletzungen.

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