Britt Hagedorns Amordienst für besondere Fälle: “Schwer verliebt” ist wieder da

So ein schöner Satz, da fehlt eigentlich nur noch eine Bon-Jovi-Ballade im Hintergrund: "Wenn ich nur ein Stückchen dazu beitragen kann, dass Menschen sich näherkommen und sich verlieben können, dann freut mich das jedes Mal aufs Neue", sagt SAT.1-Moderatorin Britt Hagedorn. Die Welt ist schön, alle Menschen sind gut, die Erde ist eine Scheibe, und Britts Kuppeldoku "Schwer verliebt", die ab sofort immer sonntags, 19 Uhr, in der zweiten Staffel zu sehen ist, hat natürlich überhaupt nichts mit Wörtern wie "Vorführen" oder "Fremdschämen" zu tun.

Moderatorin Britt Hagedorn mit Hans-Dieter, einem Kandidaten bei "Schwer verliebt" (Bild: SAT.1/W. Weber).Moderatorin Britt Hagedorn mit Hans-Dieter, einem Kandidaten bei "Schwer verliebt" (Bild: SAT.1/W. Weber).

Natürlich gehört das alles auch ein wenig zum alten Spiel: Die Bedenkenträger werden wieder einmal Sturm laufen, die Macher werden mit den Schultern zucken und auf die Wahlfreiheit des Zuschauers und die Mündigkeit ihrer Protagonisten verweisen, und die SAT.1-Verantwortlichen grinsen sich eins - sofern die Quoten ähnlich solide sind wie bei der ersten Staffel. Angesichts zufriedenstellender Marktanteile von durchschnittlich 12,5 Prozent in der jungen Zielgruppe (Zuschauer 14 bis 49 Jahre) sah sich der Münchner Sender veranlasst, eine weitere Staffel des umstrittenen Sonntagvorabendformats in Auftrag zu geben.

Und diesmal kommt es sogar noch dicker, wobei: eigentlich nicht. Denn es geht nicht nur um Dicke, sondern auch um andere schwere Fälle. Der Titel "Schwer verliebt", so Britt Hagedorn vielsagend, lasse "Raum für viele Interpretationen". An Skurrilem herrscht jedenfalls kein Mangel. Beispielsweise sucht "der naturliebende Nudist Gerhard" eine Frau, die "sowohl seine Liebe zu Gott als auch seine Leidenschaft für FKK mit ihm teilt". Da kann man nur viel Glück wünschen und hoffen, dass es ihm beim Dreh besser erging, als so manchem XXL-Helden aus der ersten Staffel: Zuletzt beschwerten sich einige Kandidaten über die Medien, die Dialoge seien ihnen vorgegeben worden. Zudem habe die Produktion die Teilnehmer genötigt, kompromittierende Handlungen vor der Kamera zu vollführen. Sagen wir es vorsichtig: Medienwächter und Kritiker springen dieses Mal sicher auch nicht vor Begeisterung in die Luft.

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Für Hobbyvoyeuristen und andere eingefleischte Fans der glamourfreien Flirts nach "Schwiegertochter gesucht"-Manier ist der Sonntag nun allerdings gerettet. Denn los geht's bei SAT.1 bereits um 18 Uhr mit einem Reality-Format, bei dessen Titel eigentlich schon alle roten Lichter angehen müssten. "Liebes-Alarm!" heißt Andrea Göpels Aufwärmprogramm für Britt Hagedorn. In der ersten von acht neuen Folgen der Reihe, die sich laut Senderangaben mit "Menschen in extremen Lebens- und Liebes-Situationen" beschäftigt, lernt man etwa "Schwarzwaldmutti" Meike kennen. Die 44-Jährige ist ihrem Internet-Lover Mansour aus Tunesien verfallen. In der Sendung will die Friseurin ihren Traummann endlich persönlich treffen ...

Auch Andrea Göpel hilft Liebenden auf die Sprünge (Bild: SAT.1/R. Jürgens).Auch Andrea Göpel hilft Liebenden auf die Sprünge (Bild: SAT.1/R. Jürgens).

("Liebes-Alarm!", ab 2. Dezember, immer sonntags, 18 Uhr; "Schwer verliebt": ab 2. Dezember, immer sonntags, 19 Uhr, jeweils acht neue Folgen bei SAT.1)

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