„Million Dollar Shootingstar“: „Steinig, hart und blutig“

Shootings im ewigen Eis, Behausungen, in denen man sich kaum um die eigene Achse drehen kann und ein Entscheidungs-Battle gegen die beste Freundin: Das Leben als angehender „Million Dollar Shootingstar“ ist wahrlich kein leichtes. Immerhin lernen die letzten fünf Kandidatinnen im klirrend kalten Grönland schon mal, wie es eigentlich im Model-Business zugeht – nämlich so richtig hart. Kein Wunder, dass die Stimmung in der Gruppe kippt. Vor allem Nina sorgt für frostige Atmosphäre – und ganz nebenbei für die Erkenntnis, dass nicht mal eine harte Schale gegen die raue Fashion-Welt wappnet.

Bar Refaeli sucht nach dem "Million Dollar Shootingstar" - aktuell in Grönland (Bild: Getty Images)Bar Refaeli sucht nach dem "Million Dollar Shootingstar" - aktuell in Grönland (Bild: Getty Images)


„Es wird steinig, hart und blutig“, diese Worte läuten die vierte Folge des Model-Castings ein. Nicht zu viel versprochen! Schon beim ersten Fototermin müssen Yuliya, Nina, Sandy, Julia und Amy aufs Ganze gehen, oder besser: auf die überdimensionierte Disco-Kugel. Die baumelt an einem Drahtseil über dem Eismeer und die Models müssen sie in High Heels bezwingen. Besonders Nina scheint von dieser Aufgabe überfordert zu sein. Sie klammert sich mit Händen und Schenkeln ans Seil, zieht sich dabei eine ganze Latte blauer Flecken zu und hält ihr schmerzverzerrtes Gesicht in die Kamera. Schön ist anders, findet Fotograf Oliver Gast: „Ganz schwere Geburt.“

Von ihrem misslungenen Shooting gefrustet, zickt Nina Konkurrentin Yuliya an. Und warum? Weil diese in Nina Richtung gelacht hat. „Wenn’s mir scheiße geht, lasse ich das auch raus“, rechtfertigt Nina ihren Ausraster. Während die tätowierte Blondine frostige Stimmung verbreitet, taut Küken Julia endlich auf, ausgerechnet zwischen Eisbergen. „Du bist eine andere Person, irgendwie erwachsener“, lobt Bar Refaeli Julias Performance als Disco-Queen. Dafür gibt’s 100.000 US-Dollar – und eine kalte Dusche aus dem Schlauch in den originellen, aber spartanischen Unterkünften der Models. In Iglus eingepfercht bereiten sie sich, zumindest was den zur Verfügung stehenden Platz angeht, schon mal auf die klitzekleinen Model-Appartments von New York, Paris oder Mailand vor.

Überhaupt legt Sat.1 großen Wert darauf, seine Kandidatinnen bloß nicht zu schonen. Zähne zusammenbeißen kann deshalb auch beim zweiten Shooting nicht schaden. Die Damen sollen tote Fische ausnehmen, sich mit Blut beschmieren und ihre müffelnde Requisite anknabbern. Das ist nicht Amys Ding: Sie ernährte sich jahrelang vegetarisch und tötet laut eigener Aussage „gar nichts außer Moskitos“. Weil sie ihren Fisch nicht selbst um die Ecke bringen muss, lässt sich die zierliche Hessin dann aber doch auf die Challenge ein. Mit durchwachsenem Erfolg. Zwar schrumpfen ihre Berührungsängste mit dem toten Tier im Nu (Peyman Amin: „Sie hat ein Massaker angerichtet“), ihren Rest-Ekel kann man Amy aber vom verzerrten Gesicht ablesen. Dafür wird sie von der Jury ins Shoot-Out aussortiert. Dort trifft sie ausgerechnet auf ihre beste Freundin, Krawall-Tante Nina.

Beim Frischluft-Shooting und Minusgraden im zweistelligen Bereich müssen sich Nina und Amy mit Farbe bewerfen lassen. Doch die Favoritin steht für die anderen Kandidatinnen bereits fest, als Fashion-Fotograf Gast noch nicht einmal auf den Auslöser gedrückt hat. Sie wünschen sich nahezu einstimmig Amy in die nächste Runde, schließlich habe immer die ganze Gruppe unter Ninas schlechter Laune zu leiden. Auch Jury-Chefin Refaeli ist auf Amys Seite: „Die Arbeit mit Nina ist ein einziger Kampf. Ich hasse es, ihr dabei zuzusehen.“ Schon komisch, dass ausgerechnet die toughe Berlinerin Nina nicht so recht für die raue Model-Welt gemacht zu sein scheint. Ihr Problem: Man sieht ihr die raue Schale an. Doch ausgerechnet beim Shoot-Out kommt ihr viel kritisierter, wie versteinert wirkender Gesichtsausdruck zur Abwechslung gut an. Obgleich niemand es für möglich gehalten hätte, darf Nina mit auf die nächste Reise gehen.

Die führt Nina, Yuliya, Sandy und Julia übrigens an die Küste Kroatiens und direkt zur nächsten krassen Herausforderung: Beim Unterwasser-Shooting wird sich zeigen, wer das Zeug zum „Million Dollar Shootingstar“ hat – und wer wohl oder übel untergeht.

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