“Wetten, dass..?”: Verdi-Streik könnte die Show gefährden

Verdi droht mit Warnstreiks bei den Bavaria Studios. Das könnte nicht nur auf Fernsehsendungen Auswirkungen haben, die in und um München gedreht werden, sondern auch auf "Wetten, dass..?". Techniker der Bavaria bauen für Lanz das berühmte, fahrbare Sofa auf - eigentlich.

"Wetten, dass..?": Gibt es bei einem Verdi-Streik kein Sofa für die Gäste? (Bild: dpa)"Wetten, dass..?": Gibt es bei einem Verdi-Streik kein Sofa für die Gäste? (Bild: dpa)

Die Gewerkschaft Verdi droht mit Warnstreiks bei den Bavaria Studios. Das könnte auch Auswirkungen auf die Dezember-Ausgabe der ZDF-Show "Wetten, dass..?" in Freiburg haben, wie die Gewerkschaft am Dienstag in München mitteilte. Bühnenbauer, Ton- und Bildtechniker sind aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Dadurch könnte es nach Verdi-Angaben zu Problemen bei den Sendungen "Aktenzeichen XY... ungelöst", "Leute heute" und auch "Wetten, dass..?" kommen.

Das inzwischen berühmte fahrbare Sofa, auf dem Moderator Markus Lanz seine Gäste platziert, ist nach Verdi-Angaben von Bühnenbauern der Bavaria Studios entwickelt worden - und wird bei jeder Sendung auch von ihnen aufgebaut. Von Seiten der Bavaria und des ZDF waren zunächst auf Anfrage keine Stellungnahmen zu bekommen.

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Bei der Planung dieser Bühne habe es "eklatante Managementfehler" gegeben, kritisiert Verdi unter Berufung auf Beschäftigte. Die Planungszeit sei viel zu kurz bemessen gewesen, sagte Gewerkschaftssekretär Valentin Döring. Dadurch sei das Projekt viel teurer geworden als zunächst geplant. "Die Beschäftigten haben das Vertrauen in ihre Geschäftsführung verloren und fordern nun mit Nachdruck den Einstieg in konstruktive Tarifverhandlungen", hieß es in der Verdi-Mitteilung.

Verdi fordert den Abschluss eines einheitlichen Haus-Tarifvertrages für die technischen Beschäftigten der Bavaria Studios, Bavaria Film und Bavaria Production Services (BPS). Nach Gewerkschaftsangaben bestehen die Arbeitgeber aber auf separaten Verhandlungen. Das habe zur Folge, dass die Gewerkschaftsvertreter dreimal mit den gleichen Verhandlungspartnern am Tisch sitzen müssten. Dreimal seien dabei auch identische Vorschläge unterbreitet worden.

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Verdi will für die Beschäftigten aller drei Teilunternehmen mehr Geld. Von Arbeitgeberseite werde das mit dem Hinweis auf schlechte Zahlen abgelehnt. Weil es zwischen der Gewerkschaft und Bavaria Film sowie BPS bereits zu Abschlüssen gekommen sei, könnten nur Mitarbeiter der Bavaria Studios in den Warnstreik treten, sagte Döring.

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